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LKA gibt Nachhilfe: Berliner Polizisten sollen „diskriminierungssensibel“ sprechen und gendern

LKA gibt Nachhilfe: Berliner Polizisten sollen „diskriminierungssensibel“ sprechen und gendern

LKA gibt Nachhilfe: Berliner Polizisten sollen „diskriminierungssensibel“ sprechen und gendern

Uniform-Hemd der Berliner Polizei Foto: picture alliance/Bildagentur-online
Uniform-Hemd der Berliner Polizei Foto: picture alliance/Bildagentur-online
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LKA gibt Nachhilfe
 

Berliner Polizisten sollen „diskriminierungssensibel“ sprechen und gendern

Berlins Polizisten kriegen „diskriminierungssensible“ Sprachnachhilfe vom LKA. So müssen die Beamten künftig genau zuhören, wie Personen sich selbst bezeichnen – Hinterfragen verboten. Pronomen sollen nicht verwendet werden und wehe, jemand sagt „Flüchtling“. Natürlich soll auch gegendert werden.
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BERLIN. Das Berliner Landeskriminalamt (LKA) hat für die Polizisten der Hauptstadt einen Leitfaden für „diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch“ erarbeitet. Um als Beamter den richtigen Ton im Dienst zu treffen, soll demnach eine Sprache gewählt werden, „die nicht von der Mehrheitsbevölkerung vorgegeben wird, sondern von den Betroffenen selbst“, zitiert die B.Z. aus dem internen Schreiben der Polizei.

Beispielsweise sei der Begriff „Flüchtlinge“ zu vermeiden. „Alternativ können Begriffe wie geflüchtete, schutzsuchende oder geschützte Personen verwendet werden, noch besser: geflüchtete Menschen, schutzsuchende Menschen etc.“ Statt „Asylant“ sollten Berlins Polizisten demnach besser „Asylsuchende, asylsuchende Menschen oder Schutzsuchende“ sagen.

„Kopftuchträgerin“, „geistig behindert“ oder „Rasse“ stehen ebenfalls auf die Schwarze Liste der unerwünschten Begriffe. Für die 29 Seiten starke Anleitung zur diskriminierungssensiblen Sprache ist laut B.Z. die Beauftragte für Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im LKA verantwortlich.

Berliner Senat legt mit „Diversity-Landesprogramm“ vor

Das Thema der „geschlechtlichen Identitäten“ scheint besonders heikel zu sein. Der LKA-Rat an die Polizisten lautet: „Elementar ist es, aufmerksam zuzuhören und wahrzunehmen, wie sich die betreffende Person selbst bezeichnet. Diese Selbstbezeichnung sowie das selbstgewählte Pronomen sind in jedem Fall zu achten und nicht zu hinterfragen.“

Damit gerade Opfer von sogenannter Haßkriminalität durch die falsche Ansprache nicht erneut diskriminiert würden, soll auch in Dokumenten Sensibilität vorherrschen. Das LKA rate deshalb zu einer „alle Geschlechter inkludierenden Schreibweise mit Genderdoppelpunkt“.

Bereits im September 2020 beschloß der Berliner Senat ein „Diversity-Landesprogramm“. Darin vorgesehen waren unter anderem Formulierungen wie „undokumentierte Migranten“ statt illegaler Einwanderer. Aber auch „Migrant“ sei bereits zu negativ konnotiert, besser ist für den Berliner Senat „Menschen mit Migrationsgeschichte“ oder noch besser: „Menschen mit internationaler Geschichte“. (ag)

Uniform-Hemd der Berliner Polizei Foto: picture alliance/Bildagentur-online
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