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„Empire“-Star: Wegen fingiertem Rassismus-Vorfall: Prozeß gegen US-Schauspieler beginnt

„Empire“-Star: Wegen fingiertem Rassismus-Vorfall: Prozeß gegen US-Schauspieler beginnt

„Empire“-Star: Wegen fingiertem Rassismus-Vorfall: Prozeß gegen US-Schauspieler beginnt

Jussie Smollett betritt mit seiner Familie das Gerichtsgebäude in Chicago Der Schauspieler soll eine rassistische Attacke auf sich inszeniert haben picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Charles Rex Arbogast
Jussie Smollett betritt mit seiner Familie das Gerichtsgebäude in Chicago Der Schauspieler soll eine rassistische Attacke auf sich inszeniert haben picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Charles Rex Arbogast
Jussie Smollett betritt mit seiner Familie das Gerichtsgebäude in Chicago Der Schauspieler soll eine rassistische Attacke auf sich inszeniert haben picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Charles Rex Arbogast
„Empire“-Star
 

Wegen fingiertem Rassismus-Vorfall: Prozeß gegen US-Schauspieler beginnt

CHICAGO. Der Gerichtsprozeß gegen den amerikanischen Schauspieler Jussie Smollett wegen Falschaussage und Störung des öffentlichen Friedens in Chicago hat am Montag begonnen. Smollett wird beschuldigt, im Januar 2019 vor seiner Wohnung in Chicago eine rassistische und schwulenfeindliche Attacke gegen sich inszeniert und ein gleichlautendes Drohschreiben fingiert zu haben, um sich berufliche Vorteile zu verschaffen. „Daß er das Scheinverbrechen gemeldet hat, war sein wirkliches Verbrechen“, erläuterte Staatsanwalt Dan Webb laut dem Guardian zum Verhandlungsauftakt am Montag seine Sicht. Der aus der Serie „Empire“ bekannte Schauspieler soll zwei Komplizen dafür bezahlt haben, ihn am Morgen des 19. Januar 2019 anzugreifen und rassistisch zu beleidigen.

Die beiden nigerianischen Brüder sollten sich zu diesem Zwecke wie Unterstützer des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Donald Trump anziehen und einen Strick mitnehmen, um die Attacke wie ein „Haßverbrechen“ aussehen zu lassen. Wie Webb dem Chicago Tribune zufolge weiter berichtete, soll Smollett seine Helfer angewiesen haben: „Ich will, daß ihr mich attackiert. Aber haltet euch mit den Schlägen zurück. Ich möchte mich nicht ernsthaft verletzen.“ Für den Scheinangriff habe der Schauspieler den Nigerianern anschließend 3.500 Dollar bezahlt.

US-Vize-Präsidentin: „Einer der freundlichsten Menschen, die ich kenne.“

Smolletts Anwalt, Nenye Uche, bestritt die gegen seinen Mandanten erhobenen Vorwürfe. „Jussie Smollett ist das wahre Opfer“, bekräftigte er im Gerichtssaal. Gegen die mutmaßlichen Komplizen des Schauspielers erhob er schwere Vorwürfe: „Sie sind nicht einfach nur irgendwelche Austauschstudenten aus Nigeria. Sie sind versierte und hochintelligente Kriminelle.“ Smollett habe sie für Freunde gehalten. Doch diese Freundschaft sei offensichtlich eine Einbahnstraße gewesen.

Der vor Gericht verhandelte Überfall hatte in den Vereinigten Staaten eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Auch die heutige amerikanische Vize-Präsidentin Kamala Harris empörte sich über den Vorfall. „Jussie Smollett ist einer der freundlichsten und herzlichsten Menschen, die ich kenne.“ Der Schauspieler sei Opfer einer modernen Lynchattacke geworden, schrieb sie damals auf Twitter. Im Falle einer Verurteilung droht dem Star eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. (fw)

Jussie Smollett betritt mit seiner Familie das Gerichtsgebäude in Chicago Der Schauspieler soll eine rassistische Attacke auf sich inszeniert haben picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Charles Rex Arbogast
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