„LGBTQIA+ Community“ als Lego-Figuren
„LGBTQIA+ Community“ als Lego-Figuren Foto: Lego

„Jeder ist besonders“
 

Legos neue Figuren sollen „LGBTQIA+ Community“ symbolisieren

BILLUND. Der dänische Spielwarenhersteller Lego hat ein neues Figurenset mit dem Namen „Jeder ist besonders“ in sein Sortiment aufgenommen. Das Set mit elf bunten Spielfiguren soll laut Hersteller die „LGBTQIA+ Community“ symbolisieren und als „positives Statement für Liebe und Inklusion“ verstanden werden. Es ist ab dem 1. Juni erhältlich.

Legos Vizepräsident für Design, Matthew Ashton, erklärte seine Motivation für die Produktion der Figuren: „Mein Ausgangspunkt war, daß wir als Gesellschaft mehr tun könnten, um einander zu unterstützen und unterschiedliche Lebensweisen anzuerkennen.“ Da er selbst zur „LGBTQIA+ Community“ gehöre, sei es ihm ein Bedürfnis, voranzugehen – und allen, die es brauchten, etwas „LEGO Love“ zu schicken.

Neben den Farben des Regenbogens sollen Hellblau, Weiß und Rosa die Trans-Community symbolisieren. Eine lila Drag-Queen habe der Designer als die „schillernde Seite“ der „LGBTQIA+ Community“ gewählt und die Farben Schwarz und Braun stünden für deren ethnische Vielfalt.

Lego-Figurenset ist auch für Familienangehörige und  Freunde

Die sieben Buchstaben beziehen sich auf lesbische, schwule, bisexuelle, trangender, queere, intersexuelle und asexuelle Personen. Das Plus steht für alle Personen, die sich der queeren Gemeinschaft zugehörig fühlen.

„LGBTQIA+ Community“ als Lego-Figuren
„LGBTQIA+ Community“ als Lego-Figuren Foto: Lego

Ashton, der nach eigenen Aussagen in den späten Teenagerjahren sein Coming-Out hatte, sei als Kind von Erwachsenen gesagt worden, womit er zu spielen habe und daß er sich wie ein richtiger Junge benehmen und sich abhärten solle. Dieses Verhalten habe sein Selbstvertrauen gestört. Auch die Phase seines Coming-Outs sei eine Zeit gewesen, in der er sich einsam und unsicher gefühlt habe.

„Wenn mir damals jemand dieses Set geschenkt hätte, hätte ich große Erleichterung verspürt, weil ich gewußt hätte, daß mir diese Person beisteht“, beschrieb Ashton seine Situation rückblickend. Deshalb sei das Figurenset nicht nur für die „LGBTQIA+ Community“ gemacht worden, sondern auch für Bezugspersonen und „Verbündete“ wie Eltern, Geschwister, Freunde, Mitschüler oder Kollegen. Auf Twitter drückte der Designer seine Freude über seine neue Kreation aus.

Auch Mattel setzt auf Diversität

Auch der Spielzeughersteller Mattel hatte das Thema „Diversität im Kinderzimmer“ bereits 2019 aufgegriffen und Unisex-Puppen auf den Markt gebracht, die kein Geschlecht haben, berichtete die Welt.

„Spielzeug war und ist immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Inklusion ist eine der wichtigsten Herausforderungen für ein stärkeres Miteinander“, erklärte Mattels Designchefin Kim Culmone dem Blatt. Der Hersteller gab an, daß es an der Zeit sei, eine Puppenlinie ganz ohne geschlechtliche Rollenvorgaben zu entwerfen, die diesen positiven Gesellschaftstrend widerspiegele und fördere. (hl)

„LGBTQIA+ Community“ als Lego-Figuren Foto: Lego
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