Herannahender Güterzug Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa
Polizei nimmt zwei Syrer fest

Mann von Asylbewerbern ins Gleisbett gezogen und von Zug schwer verletzt

KARSLRUHE. Im Fall einer versuchten Tötung am Bahnhof im baden-württembergischen Waghäusel hat die Polizei zwei Asylbewerber festgenommen. Die beiden Syrer stehen im dringenden Verdacht, am Dienstag abend einen 54 Jahre alten Deutschen ohne Grund attackiert und ins Gleisbett gezogen zu haben.

Während der 25jährige Asylbewerber den Mann daran hinderte, das Gleisbett wieder zu verlassen, sicherte sein 22 Jahre alter Bruder den Tatort ab. Das Opfer wurde daraufhin von einem Güterzug trotz eingeleiteter Notbremsung erfaßt und schwer verletzt. Der Karlsruher erlitt eine Oberschenkelfraktur, diverse weitere Knochenbrüche sowie eine tiefe Fleischwunde.

Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Auf Grund von Zeugenaussagen konnten die beiden Tatverdächtigen in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber am Mittwoch festgenommen werden. Wie die Polizei am Donnerstag nachmittag mitteilte, wurden sie einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft gegen das syrische Bruderpaar anordnete.

Erst vor einem Jahr hatte der Fall eines achtjährigen Jungen für deutschlandweites Entsetzen gesorgt, der mit seiner Mutter von einem 40 Jahre alter Afrikaner am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main vor einen einfahrenden ICE gestoßen worden war. Während sich die Mutter in letzter Sekunde in Sicherheit bringen konnte, wurde der Junge vom Zug überrollt und starb.

Nur kurz zuvor hatte im nordrhein-westfälischen Voerde ein aus dem Kosovo stammender Mann eine Frau vor einen Zug gestoßen. Die 34jährige Mutter wurde dadurch tödlich verletzt. (krk)

Herannahender Güterzug Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa

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