Frankfurter Hauptbahnhof

Eritreer stößt Mutter mit Kind vor Zug

FRANKFURT/MAIN. Ein 40 Jahre alter Afrikaner hat am Montag morgen eine Frau und ihren achtjährigen Sohn im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Während sich die 40 Jahre alte Frau noch in letzter Sekunde in Sicherheit bringen konnte, wurde der Junge vom Zug überrollt und starb.

Der mutmaßliche Täter flüchtete daraufhin, konnte aber von Passanten überwältigt werden. Wie die Polizei auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT mitteilte, handelt es sich bei ihm um einen Mann aus Eritrea. Ob er bereits in der Vergangenheit mit Straftaten aufgefallen ist, konnte ein Sprecher der Polizei nicht sagen. Dies werde derzeit noch ermittelt.

Die Behörden gingen nach jetzigem Stand aber davon aus, daß die beiden Opfer in keiner Beziehung zu dem Afrikaner standen. Laut Polizei gebe es zudem Hinweise darauf, daß der Mann versuchte, noch eine weitere Person ins Gleisbett zu stoßen. Diese habe sich aber in Sicherheit bringen können.

Seehofer unterbricht Urlaub

Erst am 20. Juli hatte im nordrhein-westfälischen Voerde ein aus dem Kosovo stammender Mann eine Frau vor einen Zug gestoßen. Die 34jährige Mutter wurde dadurch tödlich verletzt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer reagierte bestürzt auf die Tat. Der CSU-Politiker kündigte am Nachmittag an, seinen Urlaub zu unterbrechen und sich mit den Sicherheitsbehörden zu besprechen. Am Dienstag wolle er dann die Presse informieren. „Ich wünsche den Angehörigen und Freunden des getöteten Jungen in dieser schweren Stunde die notwendige Kraft, um mit diesem schlimmen Ereignis umzugehen. Den beiden Verletzten wünsche ich eine rasche und vollständige Genesung. Ich verurteile diese entsetzliche Tat auf das Schärfste.“

Auch AfD verurteile die Tat und sprach den Angehörigen ihr Beileid aus. Die Tat sei leider kein Einzelfall, sagte der innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, und erinnerte an die tödliche Bahnsteig-Attacke von Voerde. Der Fall zeige, daß es dringend notwendig sei, „eine völlig naive, unverantwortliche grenzenlose Willkommenskultur“ zu beenden. Der öffentliche Raum werde zunehmend zum Angstraum. Der Bahnhof, einst „Symbol einer mythischen Willkommenskultur“, werde nun zum „Sinnbild einer auseinanderbrechenden Gesellschaft“. (krk)

ICE am Frankfurter Hauptbahnhof am 29.Juli: Großeinsatz der Polizei, nachdem ein Eritreer eine Mutter und ihren Sohn auf die Gleise geschubst hat Foto: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa

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