Politisierung des Fußballs

SV Babelsberg für „solidarische Willkommenskultur“

POTSDAM. Der Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 verzichtet in der neuen Saison auf einen Trikotsponsor und stellt den dortigen Platz der Flüchtlingsorganisation „Seebrücke“ zur Verfügung. Damit wolle der Verein „das politische Engagement der ‘Seebrücke’ für ein Recht auf Flucht und gegen die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung unterstützen“, teilte der SV Babelsberg 03 mit.

„Wir haben uns für die Seebrücke entschieden, da diese eine europaweite Bewegung ist, die sich nicht nur für die Seenotrettung von Geflüchteten einsetzt, sondern sich für ein grundlegendes Umdenken im Bereich Flucht und Migration stark macht und die Rechte von Geflüchteten ins Zentrum stellt“, erläuterte Vorstandsmitglied Thoralf Höntze die Entscheidung.

Bekenntnis zur „solidarischen Willkommenskultur“

Das Trikot mit dem Logo von „Seebrücke“ ist ab sofort erhältlich. Beim Kauf gehen 5 Euro an „Seebrücke“. Zudem bietet Babelsberg eine „Soli-Mitgliedschaft“ an. Bei dieser fließen 50 Prozent der Beiträge an die Flüchtlingshelfer. „Mit diesem Schritt bekennt sich Babelsberg 03 zu Grundwerten wie Menschlichkeit, Humanität und einer solidarischen Willkommenskultur und setzt ein Zeichen gegen die Abschreckungs- und Abschottungspolitik der Europäischen Union“, ergänzte der Verein.

Zudem engagiere sich Babelsberg in dieser Saison auch besonders „für Umweltschutz und Nachhaltigkeit“, unter anderem mit dem Projekt „Grünes Stadion“. Am Sonnabend muß Babelsberg bei Chemie Leipzig antreten. Sein Auftaktspiel verlor der Verein gegen den Berliner Fußball Club (BFC) Dynamo mit 3:1. (krk)

Logo des SV Babelsberg 03 im Karl-Liebknecht Stadion in Potsdam Foto: dpa

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