Empörung in sozialen Medien

Sexismusvorwürfe: Fleischlieferant bricht Werbekampagne ab

PULHEIM-BRAUWEILER. Das Fleischunternehmen „Der Steaklieferant“ hat nach empörten Reaktionen in den sozialen Netzwerken eine Werbekampagne eingestellt. Der Slogan „So schön wie eine Frau. Schmeckt nur anders“ war zuvor auf mehreren Plakatwänden in nordrhein-westfälischen Städten angebracht worden. Abgebildet war der Geschäftsführer Michael Franz mit einem Stück Fleisch.

Unternehmenssprecher Ben Bereuter äußerte sich gegenüber dem Nachrichtenportal „Der Westen“ erstaunt über das Echo. „Wir waren überrascht von der Reaktion, können aber verstehen, daß viele Leute etwas in die Werbung hineininterpretieren.“ Nutzer in den sozialen Medien hatten dem „Steaklieferanten“ unter anderem Sexismus vorgeworfen. Beim Deutschen Werberat gingen demnach rund 30 Beschwerden ein.

Bierbrauer knickt nicht ein

Franz habe Konsequenzen aus der Kritik gezogen und die Werbung von der Facebook-Seite entfernen lassen. Die Plakate seien mittlerweile überklebt. Die Pressesprecherin des Deutschen Werberats, Julia Busse, lobte die Reaktion des Geschäftsführers. Er habe „sich eindeutig distanziert und zum Ausdruck gebracht, daß zukünftig keine ähnlichen Kampagnen mehr geschaltet werden“.

Im Juli hatte eine Werbung der Düsseldorfer Füchschen-Brauerei ebenfalls Sexismus-Vorwürfen hervorgerufen. Deren Chef Peter König verteidigte seine Kampagne und betonte, er sehe einem möglichen Urteil des Werberats gelassen entgegen. (ag)

Werbung für seine Steaks haben einem Fleischlieferanten Sexismusvorwürfe eingebracht (Symbolbild) Foto: picture alliance/chromorange

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