Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) äußerte Reformideen für den Deutschen Fußballbund Foto: picture alliance/Ralf Hirschberger/dpa
Frauen im Fußball

Claudia Roth rät DFB zu einer Co-Präsidentin

BERLIN. Die Vizepräsidentin des Bundestages, Claudia Roth (Grüne), hat vor dem Hintergrund der derzeit stattfindenden Frauenfußball-WM dem Deutschen Fußballbund (DFB) zu einer gemischten Doppelspitze geraten. Zur Verbesserung der Situation für den Frauenfußball in Deutschland brauche es die richtigen Leute an der Spitze. „Aus eigener Erfahrung empfehle ich den Herren eine gemischte Doppelspitze, mit einer Co-Präsidentin“, sagte sie Zeit Online. Sie lehne diese Rolle für sich jedoch ab.

Zugleich kritisierte die Grünen-Politikerin die Strukturen innerhalb des DFB. „Nach dem DFB kommt vermutlich nur noch die katholische Kirche. Aber mal im Ernst: Da muß sich einiges ändern.“ In den Verbänden herrschten immer noch „krasseste Hierarchien, fast schon autoritäre Strukturen“.

Um Homophobie und Sexismus im Fußball zu bekämpfen, mahnte Roth den Sportverband und die Vereine an, Zeichen zu setzen. „Vielleicht sollten mehr Menschen davon erfahren, daß sich der 1. FC Köln, dessen Vereinsmotto ‘spürbar anders’ lautet, jedes Jahr einen regelrechten Prunkwagen beim Christopher Street Day gönnt.“ (ag)

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) äußerte Reformideen für den Deutschen Fußballbund Foto: picture alliance/Ralf Hirschberger/dpa

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