Seit 2016

Berlin warnt vor anhaltender Hepatitis-Welle

BERLIN. Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) hat vor einer anhaltend hohen Ansteckungsgefahr mit Hepatitis A gewarnt. „Es ist noch nicht vorbei“, sagte der Präsident des Lageso, Franz Allert, der dpa.

Im ersten Halbjahr 2018 gab 50 Fälle, der in Entwicklungsländern häufigen Krankheit. 2016 war es nach Jahrzehnten des Rückgangs der Leberentzündung in Berlin zu einer Verdoppelung der Zahl der Neuansteckungen gekommen. Normal seien für Berlin etwa 50 Fälle über das ganze Jahr.

Vor allem Männer betroffen

2017 wurden 200 Neuinfektionen in Berlin verzeichnet. Zwei Drittel der Patienten waren Männer, die Sex mit Männern hatten.

Die Viren werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Besonders ansteckend sind sie, bevor der Träger Symptome der Erkrankung, wie Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen und eine Gelbfärbung von Haut und Augen, zeigt.

Jahrzehnte des Rückgangs

Die Krankheit tritt laut dem Robert-Koch-Institut hauptsächlich in Entwicklungsländern auf. In Industrieländern wie Deutschland, die hohe Hygienestandards aufwiesen, gab es in den vergangenen Jahrzehnten einen starken Rückgang der Krankheit.

Deutschlandweit wurden 2014 insgesamt 682 Fälle registriert. 2016 waren es 736. Für 2017 liegen noch keine Vergleichsdaten vor. (mp)

Der Chef des Landesamts für Gesundheit und Soziales, Franz Allert Foto: picture alliance / dpa

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