Zuckerberg verspricht Merkel

Facebook will gegen Haßkommentare vorgehen

BERLIN. Facebook hat angekündigt, verstärkt gegen sogenannte Haßkommentare vorgehen zu wollen. Während der Vollversammlung der Vereinten Nationen am Wochenende in New York traf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Facebook-Chef Mark Zuckerberg und bat diesen, sein Unternehmen möge konsequenter gegen entsprechende Kommentare vorgehen. Dem soll Zuckerberg zugestimmt haben. „Ich denke, wir müssen daran arbeiten“, zitiert der Medien-Newsletter media.de den Facebook-Chef.

Die Bundesregierung fordert seit einigen Wochen ein härteres Vorgehen von Facebook gegen fremdenfeindliche und rassistische Kommentare. Insbesondere Bundesjustizminister Heiko Maas sind die sogenannten Haßkommentar ein Dorn im Auge. Er traf sich deshalb bereits mit Vertretern von Facebook in seinem Ministerium.

Kahane: Facebook muß Experten einstellen

An diesen Montag tagt auch erstmals eine Sonder-Arbeitsgruppe im Justizministerium. An dem Treffen beteiligen sich unter anderem Staatssekretär Gerd Billen sowie Vertreter von Facebook, Google und Twitter.

Auch die linke Amadeu-Antonio-Stiftung gehört der Arbeitsgruppe an. Die Organisation, die sich hauptsächlich dem sogenannten „Kampf gegen Rechts“ verschrieben hat, soll dabei über den Umgang mit Haßpostings beraten. Die Stiftungsvorsitzende, die ehemalige inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi, Anetta Kahane, forderte von Facebook, gesondertes Personal für den Umgang mit Haßkommentaren zu engagieren. Facebook müsse Experten einstellen, um das Problem in den Griff zu bekommen, sagte sie der Bild-Zeitung. (krk)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in New York Foto: picture alliance/dpa

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