Landung in der Normandie

Merkel würdigt D-Day als „Tag der Befreiung“

BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Landung der Alliierten in der Normandie vor 70 Jahren als „Tag der Befreiung“ gewürdigt. Der sogenannte D-Day möge ein Ansporn sein, weiter gemeinsam für das Gelingen Europas einzutreten. Für ein Europa, in dem die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren gelte, schrieb Merkel in einem Beitrag für die französische Zeitung Ouest France.

„Der 6. Juni ist ein Tag der Befreiung, aber auch der Demut und Dankbarkeit angesichts der gewaltigen Opfer, zu denen die Alliierten bereit waren“, betonte die Kanzlerin. An diesem schicksalhaften Tag spiegle sich die Entschlossenheit der freien Welt wider, Terror und Unterdrückung zu trotzen und eigene Werte und Überzeugungen zu verteidigen. Hunderttausende Menschen hätten hierfür den höchsten Preis gezahlt. Sie seien nie zu ihren Familien zurückgekehrt.

Aus einem Gegeneinander wurde ein Miteinander

Es käme für sie einem Wunder gleich, daß die Gräben des Krieges nach der Niederlage der Nationalsozialisten überwunden worden seien. Aus einem Gegeneinander sei ein Miteinander geworden. „Die Einigung Europas war, ist und bleibt die einzig überzeugende Antwort auf die allzu leidvolle Geschichte unseres Kontinents“, unterstrich Merkel.

Doch die alten, gefährlichen Denkmuster seien keineswegs zur Gänze in die Geschichtsbücher verbannt, warnte die Kanzlerin. Wie schnell Friede und Freiheit in Gefahr gerieten, zeige derzeit der Ukraine-Konflikt. (krk)

Landung amerikanischer Truppen am 6. Juni 1944 in der Normandie Foto: wikimedie/gemeinfrei

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