„Ich bin Deutscher“

An einen weitgehend vergessenen Nationalitätenkonflikt im Herzen Europas, den jahrzehntelangen Freiheitskampf der Südtiroler um Selbstbestimmung, erinnert die Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) in ihrer soeben erschienenen aktuellen Ausgabe (September/Oktober 2008). In der Folge des Ersten Weltkriegs von Österreich abgetrennt und seit 1919 von Italien völkerrechtswidrig annektiert, besitzt das Land südlich des Brenners heute zwar einen Autonomiestatus. Trotzdem klagen viele Südtiroler, von denen mehr als zwei Drittel deutschsprachig sind, über Diskriminierungen und teils offene Anfeindungen. Die DMZ bringt dazu nach einem geschichtlichen Abriß von Michael Wiesberg ein Interview mit dem Vorsitzenden und Landtagsabgeordneten der Partei Die Freiheitlichen, Pius Leitner. Der ehemalige Lehrer und Zollbeamte, Jahrgang 1954, fühlt sich, in dieser Reihenfolge, als „Südtiroler, Tiroler, Österreicher – und als dieser natürlich dem deutschen Sprach- und Kulturraum zugehörig. Also bin ich letztlich Deutscher – das ist überhaupt keine Frage.“ Beiträge des Südtiroler Schützenbundes über den Kampf um seine Heimat, den sogenannten Befreiungsausschuß Südtirols (BAS), dessen Unterstützer in den 1960er Jahren italienische Einrichtungen sabotierten und Sprengstoffanschläge auf Strommasten verübten, sowie ein Gespräch mit einem dieser ehemaligen BAS-Aktivisten runden das Schwerpunktthema der DMZ ab. Kontakt: Deutsche Militärzeitschrift, Postfach 11 62, 83461 Berchtesgaden. Tel: 0 18 02 / 87 63 11, E-Post: verlag@deutschemilitärzeitschrift.de. Das Einzelheft kostet 7,50 Euro.

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