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Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut

Einen ganzen Feuilletonaufmacher plus Umlauf hat der Rheinische Merkur letzte Woche der JUNGEN FREIHEIT gewidmet. An sich gilt jene Zeitung als konservativ und christlich orientiert, man durfte gelassene Töne erwarten. Aber nichts da, der Text schäumte geradezu von linker Aggressivität. Zufällige Leser in bischöflichen Vorzimmern fragten sich verwundert: „Wo sind wir hier eigentlich, etwa im Neuen Deutschland ?“ Die JF, so hieß es immer wieder im Alarmton, werde vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz „beobachtet“, in ihren Spalten würden Ernst Jünger, Oswald Spengler, Carl Schmitt und andere „Wegbereiter der Nazis“ mit Respekt behandelt, sie sei „treudeutsch“, „antiamerikanisch“ usw. usw. Auch fehlte es nicht an den in solchen Elaboraten üblichen gefälschten Zitaten, die nun ein gerichtliches Nachspiel haben. Wie konnte so etwas passieren? Zwei Erklärungen bieten sich an. Kann sein, die beim Rheinischen Merkur untergebrachten Kollegen haben Angst, irgendwelche Anschlüsse zu verpassen. Alle reden von der JF, da wollen sie nicht fehlen. Da sie aber offenbar unfähig sind, selber etwas zu recherchieren, bedienen sie sich aus den üppig herumliegenden Phrasen linksextremer „Extremismusforscher“ à la Gessenharter, der denn auch im Nachspann dankbar als „Quelle“ genannt wird. Spät kommt man, doch man kommt. Aber wieso kommt man überhaupt? Wieso diese Aggressivität ausgerechnet gegenüber einer für Regierung und Polit-Establishment unbequemen, weil konservativen Zeitung wie der JUNGEN FREIHEIT? Nun, wahrscheinlich ist Eifersucht im Spiel. Der Rheinische Merkur, an sich Erbe einer großen publizistischen Tradition, ist völlig heruntergewirtschaftet und wird in der Öffentlichkeit so gut wie nicht mehr wahrgenommen. Da erscheint es günstig, sich beim Zeitgeist mit Fußtritten gegen die Konkurrenz in Erinnerung zu bringen, auch wenn man dazu Gessenharter-Stiefel anziehen muß. Christlich ist das übrigens nicht. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut!

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