AFD Sachsen Wir Frauen brauchen keine Quote!

 

Heilige Kühe schlachten

Der Informationsdienst der Deutschen Studiengemeinschaft (DSG) befaßt sich in seiner jüngsten Ausgabe unter anderem mit der Hochschulentwicklung in Deutschland. Vor dem Hintergrund der Globalisierungstendenzen im Bildungswesen beschreibt Albrecht Jebens die gegenwärtige Hochschulnovellierungspolitik, die das Ziel hat, die deutschen Hochschulen zu internationalisieren. In erster Linie soll die Anzahl ausländischer Studenten aus Ländern der Dritten Welt erhöht werden, und zwar ohne jede Rückkehrverpflichtung nach deren Studienabschluß. Dadurch wird zum einen diesen Ländern die dringend notwendige Elite auf Dauer entzogen, zum anderen wird diese ausländische Elite in Deutschland durch eine ethnische Quotenregelung – die der Autor realistischerweise kommen sieht – gegenüber den einheimischen Studenten bevorzugt werden. Auf diese sich konkret abzeichnenden Konflikte sind wir jedoch in keiner Weise vorbereitet. Anhand der entsprechenden Praxis in den Vereinigten Staaten, wo die gezielte Bevorzugung ethnischer Minderheiten seit langem zu den wichtigsten Bestandteilen der herrschenden political correctness gehört, kann sich jeder ein Bild machen, wohin diese „globale Modernisierung“ letztlich führt. Tatsächlich ist das Bildungsniveau der öffentlichen Durchschnittsuniversitäten dort noch schlechter als bei unseren durch die 68er-„Gruppenuniversität“ mit ihrer Drittelparität zerstörten Hochschulen. Unsere einstmals wegen ihrer praktizierten Humboldtschen „Einheit von Forschung und Lehre“ weltberühmten Universitäten, deren Ansehen im Ausland seit drei Jahrzehnten ohnehin auf einem Tiefpunkt angelangt ist, würden durch „die Aufsplitterung des bisherigen Bildungssystems in unzählige marktgerechte Bildungsprodukte“ ihr Ideal endgültig verraten. Ein weiterer Aufsatz beschäftigt sich mit dem „Fluch unabdingbaren Wachstums“. Offenbar erkennen die verantwortlichen Führungskräfte in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nur noch diesen einen Lösungsansatz für sämtliche Probleme der Welt. Man wagt heute nicht einmal mehr den Begriff „Schrumpfung“ in den Mund zu nehmen, sondern umschreibt dies mit „negativem Wachstum“. Dabei sollte doch eigentlich jedem vernünftigen Menschen klar sein, daß es ein „absolutes und unendliches Wachstum für alle Zeiten gar nicht geben kann“ und die Grenzen angesichts der schwerverwundeten Natur inzwischen deutlich am Horizont erkennbar sind. Doch der „Wachstumsfetischismus“ gehört zu den heiligen Kühen aller Gesellschaftsordnungen, ganz gleich ob diese kapitalistisch oder – wie China – zumindest nominell sozialistisch organisiert sind. Unter den gegebenen gesellschaftlichen Grundstrukturen stehen die Sterne für eine Befreiung aus diesem verderblichen Zirkelschluß also nicht gut. Es wird vermutlich noch größere wirtschaftliche und kulturelle Verwerfungen geben müssen, bis der Wachstumsprozeß zwangsweise zum Stillstand kommt. Anschrift: DSG. Postfach 1801, 71207 Leonberg. Internet: www.dsg-studiengemeinschaft.de

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