Superwahljahr

 

Heideggers Jünger

Im Januar 1940 rief der Philosoph Martin Heidegger an der Freiburger Universität einen kleinen Kreis von Kollegen zu einer „Aussprache über Jünger“ zusammen. Die bei diesem Treffen entstandenen Texte, in denen Heidegger sein Verständnis von Ernst Jüngers Einsichten in den Charakter der Zeit ausführlich darlegt, werden in diesem Frühjahr bei Vittorio Klostermann, Frankfurt/Main, erscheinen. Heidegger galten Jüngers Schriften aus den 1930er Jahren, insbesondere „Der Arbeiter“, als unverzichtbar für die Erfassung der durch den Willen zur Macht und der Technik geprägten, aus den Fugen geratenen Epoche. Das als Band 90 der Heidegger-Gesamtausgabe angekündigte, von Peter Trawny herausgegebene Buch wird außerdem Aufzeichnungen Heideggers aus den dreißiger Jahren zu Jünger sowie ein Manuskript aus dem Jahr 1954 mit der Überschrift „Gestalt“ enthalten. Heidegger starb 1976. Bereits 1927 hatte er sein Hauptwerk „Sein und Zeit“ veröffentlicht.

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
Hierfür wurden keine ähnlichen Themen gefunden.
aktuelles