AfD Alternative für Deutschland Wahlkampagne

 

Wochenschau

Dienstag, 23. September 2014

Am U-Bahnhof Jungfernheide vor dem Fahrstuhl eine verwahrloste junge Antifatussi mit ihren zwei Tölen. Als die Tür aufgeht, kommen ihr „zwei Kopftücher“, jeweils mit Kinderwagen, entgegen. Diese Szene sagt alles.

Mittwoch, 24. September 2014

Enervierendes Gewinnspiel eines Privatradios unter dem penetranten Motto „Entdecke Amerika“. Das Stichwort „Discover America“ erinnert mich automatisch an den „antirassistischen“ Animationsfilm „How Whites Took Over America“, in dem die politisch-korrekte Umerziehungspropaganda (Globalisierung, Multikulti, Diversity etc.) auf treffliche Weise entlarvt wird. Gleiches gilt für den Film „AntiRacist Hitler“, in dem der „Führer“ – nunmehr Volkstribun in Tel Aviv – als gefeierter Propagandist des Multikulturalismus zur Ausradierung des jüdischen Volkes aufruft.

Donnerstag, 25. September

Der Regisseur Christian Petzold, dessen Film „Phoenix“ gerade im Kino läuft, denunziert im Interview mit der Süddeutschen Zeitung den Begriff der Nation, indem er auf ein Dispositiv Michel Foucaults verweist: Demnach entspringe der Nationalismus „der gemeinsamen Phantasie eines Hühnerzüchters und einer Krankenschwester.“ – Vermutlich verrät dieser Vergleich mehr über die, die dieses Bild benutzen, als über das eigentliche Objekt, die Nation.

Realityrest (nach Helmuth Plessner): ProkrastiNation vs. EUdaimonia.

Freitag, 26. September 2014

Der Deutschlandfunk meldet in den Morgenstunden eine zunehmende Zahl von Amokläufen in den USA. Also, mein erster Gedanke, hat der Staat dort seine Vorbildfunktion doch nicht eingebüßt. Unwillkürlich hab’ ich eine abgewandelte Phrase der „Europahymne“ auf den Lippen: „Alle Menschen werden Krieger / Pax Americana heilt.“

Sonnabend, 27. September 2014

Im Café am Nachbartisch zwei junge Frauen, die in völliger Verzückung auf das quäkende Wesen in den Händen der einen schauen: Es ist aber kein Baby, wie zu erwarten wäre, sondern das Smartphone, auf dem das Musikvideo eines unbekannten, aber global erfolgreichen Popsängers läuft.

Der Zauberer von Oz ist tot: jedenfalls im Reich der Sprayerszene. Der 64jährige Schmierfink „Oz“ – „einer der bekanntesten deutschen Graffiti-Sprayer“ (FAZ) – ist in Hamburg bei frischer Tat sprichwörtlich unter die Räder gekommen. Die entsprechende Schlagzeile am Kiosk läßt mich kurz auflachen angesichts der allgemeinen Ohnmacht gegen dieses urbane visuelle Krebsgeschwür. Die Berliner Zeitung zum Beispiel widmet dem Tod dieses Typen – der circa acht Jahre im Knast verbrachte und mit seinen „Tags“ einen geschätzten Sachschaden von einer Millionen Euro hinterläßt – einen Artikel unter der bezeichnenden Überschrift „Kämpfer gegen die Normen der Sauberkeit“.

In der FAZ findet sich unter der Meldung zum Tod des Schmierfinken „Oz“ die Nachricht: „Jede Dritte entbindet mit Kaiserschnitt.“ Damit, so das Fazit, bleibe die Zahl der Kaiserschnittentbindungen in Deutschland stabil. Nur das Kaiserwetter schwindet.

Sonntag, 28. September 2014

Am Nachbartisch des Cafés fachsimpeln zwei Italienerinnen, mehrfach fällt das Wort „Bausparvertrag“, außerdem tauchen aus dem italienischen Redefluß die Worte „Sparkasse“, „Gebüren“ und „Kreditkarte“ auf. War das jetzt die Szenerie eines ungedrehten Werbespots? Und wenn ja, ein Werbefilm für einen Sprachkurs oder für die Sparkasse?

Die Republik lebt! Hierfür ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu danken. Im einem Zeitungsinterview erklärt er, daß die AfD eine Gruppierung sei, „die hemmungslos alles demagogisch mißbraucht, was man mißbrauchen kann“. Schäubles Fazit: „Das ist unfaßbar und erinnert mich an die Republikaner“. – Wenn Schäuble an einem vorbeirollt, ist er auch nicht faßbar. Wer will da schon ins Rad der Geschichte greifen.

Unter dem Titel „Kreuzberger Gesetze“ kommentiert Harald Martenstein im Tagesspiegel wieder mit treffenden Worten die jüngsten Vorgänge in der deutschen Hauptstadt, wo das Bezirksparlament Friedrichshain-Kreuzberg von der Flüchtlingslobby auseinandergejagt wurde. Dies, bemerkt Martenstein, sei „in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht vorgekommen. Etwas immerhin Ähnliches ist 1848 in Preußen passiert, als der preußische König die Nationalversammlung verscheuchte, weil sie ihm zu links war.“ Tatsächlich wurde die Sitzung abgebrochen, weil die Mehrheit des Bezirksparlaments sich nicht dazu entschließen konnte, die Polizei zu rufen: „Die BVV-Vorsitzende Kristine Jaath, grün, wird mit dem Satz zitiert: ‘Hätten wir die Polizei geholt, wäre die Situation eskaliert.’ Das ist sicher richtig. Es hätte noch mehr Zoff gegeben. Die Frage ist, ob Demokratie und Parlamentarismus es wert sind, daß man dafür in Deutschland Zoff riskiert.“

Realityrest (WamS-Lektüre): „Die Welt gehört(e) denen, die sie verschenken.“

Montag, 29. September 2014

In der Süddeutschen Zeitung Theaterkritik über die Aufführung des Stückes „Das schweigende Mädchen“ von Elfriede Jelinek in München. Thema ist der NSU-Prozeß. Beiläufig erfährt der Leser, daß sich die Hauptangeklagte Beate Zschäpe die Eierstöcke hat entfernen lassen. Das ist – in Gedanken an Bertolt Brecht – die wirklich beruhigende Nachricht: Der Schoß ist nicht mehr fruchtbar!

Realityrest (u. a. mit Blick auf die staatlich geförderten Antifa-Programme): „Jetzt geht’s los, jetzt geht’s los / Ab heute seid ihr arbeitslos!“

Dienstag, 30. September 2014

Die Propaganda der Migrationsindustrie und Islamisierung schlägt in der Berliner Zeitung von heute wieder voll durch: Über der Schlagzeile „Die Migration verjüngt Berlin“ ist ein Werbeplakat des Berliner Senats abgebildet, das eine Muslima mit Kopftuch zeigt.

„Salzgitter II“: Die Süddeutsche Zeitung berichtet im Kulturressort über die Kampagne „Pro Quote Regie“, die in spätestens zehn Jahren eine 50-Prozent-Quote für Regisseurinnen fordert. Unterschrieben wurde diese Initiative des Gender-Sozialismus unter anderem von den Regisseurinnen Caroline Link, Doris Dörrie, Margarethe von Trotha oder Sandra Nettelbeck. Als Unterstützer werden unter anderem genannt Dieter Kosslick, Veronika Ferres, Stefan Arndt und Volker Schlöndorff. – Bei dem vielzitierten Motto der achtziger Jahre „Frauen kommen langsam, aber gewaltig“ habe ich dann doch einen Vorschlag: Dreht Pornofilme über den weiblichen Orgasmus!

Im noch leeren Café bestätigt die Köchin ihre Gesprächspartnerin: „Deutsch ist eine Scheißsprache, ich weiß.“ Auf Nachfrage konkretisiert sie: „Deutsch ist eine Kacksprache.“ – Passend dazu die Musik, die im Hintergrund läuft: „That’s the way, a-ha, I like it …“

Kommentar aus einer Gruppe noch unentschlossener Jugendlicher am Getränkeregal des Supermarktes: „Happy day sind die besten Säfte – ohne Spaß!“

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Die Tagespresse berichtet plötzlich über eine angeblich bereits im Jahr 2005 vom V-Mann „Corelli“ angebotene CD. Bezeichnenderweise starb der 39jährige Thomas R., der von 1994 bis 2012 für den Verfassungsschutz tätig war, vor wenigen Monaten „nach offizieller Darstellung“ an den Folgen einer Diabeteserkrankung. Er wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Noch irgendwelche Fragen? Höchstens die in einem Kreuzworträtsel: Eine Räuberpistole mit drei Buchstaben? „NSU“.

Sonnabend, 4. Oktober 2014

In der FAZ lese ich: „Lucke will Querulanten in der AfD isolieren“. –Erst Ebola, und jetzt das: Hat Deutschland denn dafür genügend Isolierstationen?

Fehlt nur noch die QfD: Quarantäne für Deutschland.

Gespräch am Tisch vor dem Café: „Ist hier frei?“ – „Wir sind doch ein freies Land.“ – „Schön wär’s.“

Sonntag, 5. Oktober 2014

Vor dem Café postiert sich ein Einwanderer und fängt ungefragt an, auf seiner Mundharmonika zu spielen. Die freundlich vorgetragenen Worte der Bedienung, die Gäste nicht zu stören und bitte weiterzuziehen, versteht der Mann nicht – oder will sie nicht verstehen. Er variiert fast in einer Endlosscheife den Armstrong-Song „When the saints go marching in“ – „Das Heerlager der Heiligen“ läßt grüßen.

Es geht um „die Hauptsache“. Unter dieser lakonischen Überschrift berichtet die Welt am Sonntag auf einer halben Seite im Ressort „Wissen“ über die Geschichte der Enthauptungen. Wie diese wieder in Mode gekommen sind, zeigte in der FAZ vom 23. September die Reportage „Die Schwerter des Islams“ von Markus Bickel. Darin schildert der Journalist ganz sachlich – und entsprechend verstörend für den Leser – die öffentliche Enthauptung zweier Verurteilter in Riad: „Der Oberkörper des Scharfrichters spannt sich weit wie der eines Tennisspielers beim Aufschlag. Sein Säbel saust nieder. Eine rote Blutfontäne schießt nach oben, der Kopf des Opfers fällt auf das Deckenlager. Dort bleibt er neben dem reglosen Körper liegen. Bevor der zweite Henker zuschlägt, korrigiert er kurz die Haltung des zweiten Mannes. Nach dem Schlag klappt der Rumpf nach hinten.“

Nach Angaben von Amnesty International sind im Königreich Saudi-Arabien, dessen Rechtsprechung auf der Scharia fußt, seit Anfang August mindestens vierzig Menschen enthauptet wurden – und das ist also unser Partner gegen das Terrorregime Islamischer Staat?

Wie unfreiwilliger Sarkasmus wirkt da im FAZ-Feuilleton der Meinungsbeitrag „Ein anderer Islam ist möglich“ von Eren Güvercin, Autor des Titels „Neo-Moslems“ (Herder-Verlag). Zitat: „Ein zentraler Gedanke des islamischen Modernismus, der immer noch in vielen Köpfen herumspukt, kreist um die Vorstellung eines vermeintlich ‘islamischen Staates’.“

Es geht also noch immer darum, die jugendlichen Köpfe zu gewinnen. Jetzt bloß nicht den Kopf verlieren! Das heißt auch: Die Fotos und Videos von den Enthauptungen durch das IS-Terrorregime im Internet gar nicht erst anzusehen. Es ist unmöglich, diese schauderhaften Bilder zu betrachten, ohne selber Schaden zu nehmen.

Realityrest (IS): „Eins, zwei, drei, ein Lied / Nashid!“

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