Sarrazin, Kreuzberg und der Vorbürgerkrieg

„Tief nachdenklich“ ist Thilo Sarrazin von seinem Besuch in Kreuzberg zurückgekommen. Dazu hatte er auch allen Grund: Er hatte gerade einen Frontbesuch im sich abzeichnenden multikulturellen Bürgerkrieg gemacht. Unübersichtliche Frontverläufe sind ein Charakteristikum von Bürgerkriegen. Sie entstehen, wenn zwischen Einwohnern desselben Landes, die unterschiedlichen Völkern angehören, ethnische Konflikte aufbrechen. Sie entstehen auch, wenn Angehörige desselben Volkes durch eine spalterische Ideologie aufeinandergehetzt werden.

In Kreuzberg kann man beides beobachten. Das „Sarrazin muß weg aus Kreuzberg!“ mit dem der Buchautor vom alevitischen Gemeindezentrum weggebrüllt wurde, ist ein getreuliches Echo des „Haut ab, das ist unser Bezirk!“, mit dem jugendliche Einwanderer gerne im Rudel auf einzelne deutsche Passanten oder Polizeistreifen losgehen, weil sie eben Deutsche hassen. In der Chronik des Internetprojekts

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