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„Sondervermögen“ und Co.: Wohnungsmarkt am Rande des Schuldenabgrunds

„Sondervermögen“ und Co.: Wohnungsmarkt am Rande des Schuldenabgrunds

„Sondervermögen“ und Co.: Wohnungsmarkt am Rande des Schuldenabgrunds

Eine Baustelle in Berlin-Halensee: Wohnungspreise in Deutschland sind höher als in Österreich. (Themenbild/Symbolbild/Collage)
Eine Baustelle in Berlin-Halensee: Wohnungspreise in Deutschland sind höher als in Österreich. (Themenbild/Symbolbild/Collage)
Eine Baustelle in Berlin-Halensee: Wohnungspreise in Deutschland sind höher als in Österreich. Foto: picture alliance / Ralf Mueller | Pixelpress
„Sondervermögen“ und Co.
 

Wohnungsmarkt am Rande des Schuldenabgrunds

Kaum ein Wirtschaftszweig entlarvt die deutsche Misere besser als der Wohnungsmarkt. Statt neuer Schulden und grüner Utopien braucht es ein tiefgreifendes Umdenken. Ein Kommentar von Reiner Osbild.
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Das deutsche Wirtschaftswachstum wird sich zwar in diesem Jahr mit plus 0,9 Prozent voraussichtlich leicht erholen. Nach den letzten Rückgängen wird der Impuls aus dem 500 Milliarden Euro schweren „Sondervermögen“ für Infrastruktur und Klimaschutz ein Strohfeuer entfachen. Doch die Probleme sind struktureller Natur.

Nie zuvor gab es so viele Beamte, nie zuvor so wenige Selbständige und Neugründungen. Folge sind die Abwanderung von Industrien, von qualifizierten Arbeitnehmern, das Einmotten innovativer Projekte sowie ein Wettbewerb, der Großkonzerne zu Lasten des Mittelstands begünstigt.

Der Mietpreisdeckel heilt den Wohnungsmarkt nicht

Besonders deutlich wird die Misere im Baugewerbe. Während die Nachfrage zunimmt, machen staatliche Vorschriften die Wohnung zum Luxusgut. In Österreich kostet der Quadratmeter Wohnraum rund 3.000 Euro, in Deutschland 5.000 Euro. Das immer noch nicht reformierte Gebäudeenergiegesetz würde Sanierungskosten von hunderten Milliarden Euro bewirken, um die globalen CO2-Emissionen um mickrige 0,24 Prozent zu reduzieren.

Fernwärme und Wasserstoff drohen die nächsten Milliardengräber zu werden. Klimaschutzinvestitionen sind, ohne Mittun der Weltgemeinschaft, sowieso als Totalverluste zu verbuchen. Statt dem Übel an die Wurzel zu gehen, wird am Mietpreisdeckel rumgeschraubt. Abgrund wir kommen.

Eine Baustelle in Berlin-Halensee: Wohnungspreise in Deutschland sind höher als in Österreich. Foto: picture alliance / Ralf Mueller | Pixelpress
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