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Atomkraftentscheidung: Mogeltropfen auf dem heißen Stein

Atomkraftentscheidung: Mogeltropfen auf dem heißen Stein

Atomkraftentscheidung: Mogeltropfen auf dem heißen Stein

Stillgelegtes Atomkraftwerk Grohnde: Kein gutes Zeichen für den Strommarkt Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
Stillgelegtes Atomkraftwerk Grohnde: Kein gutes Zeichen für den Strommarkt Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
Stillgelegtes Atomkraftwerk Grohnde: Kein gutes Zeichen für den Strommarkt Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
Atomkraftentscheidung
 

Mogeltropfen auf dem heißen Stein

Machen wir uns nichts vor, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte zu keinem Zeitpunkt wirklich vor, die Atomkraft in Deutschland weiterlaufen zu lassen. Und so kam es, wie es kommen mußte: Zwei der drei noch laufenden Kernkraftmeiler dürfen als Reserve bleiben. Für ein paar Wochen. Damit wird das Energieproblem nicht gelöst. Es ist nur ein Wassertropfen auf den heißen Stein.

Es fängt schon damit an, daß SPD und Grüne bis heute leugnen, es gäbe überhaupt ein Stromproblem. Wer sich die Preise an der Börse anschaut, dem kann nur mulmig werden. Bis zu einem Euro pro Kilowattstunde kostet Strom mittlerweile. Ohne Steuern und Abgaben. Wer soll sich das leisten können? Während die Folgen Arbeitslose und Rentner abgefedert werden, schauen Familien und Mittelschicht in die Röhre. Ihnen droht der dauerhafte Gang zum Sozialamt. Wohnungsgeld für alle ist keine Lösung.

Strombedarf steigt

Viele vergessen, daß Deutschland in den kommenden Jahren noch mehr Strom benötigen wird. Wärmepumpen und Elektroautos brauchen viel Energie. Wo soll die herkommen, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht? Die Stromnetze brauchen verläßliche Energie. Den liefern im relevanten Umfang nur Kohle, Gas und Atomkraft.

Im Jahr 2000 machte Atomstrom noch rund 30 Prozent der verbrauchten Energie in Deutschland aus. Eine Kilowattstunde kostete damals ungefähr 15 Cent. Heute sind es für Neukunden bereits mehr als 50 Cent.

Mehr Angebot senkt den Preis

Jedes Kind weiß, daß ein größeres Angebot den Preis senkt. Was spricht eigentlich dagegen, jetzt also mehr Strom zu produzieren? Habeck fallen dazu nur Sprüche aus der Grünen-Mottenkiste ein. Atomkraft sei eine „Hochrisiko-Technologie“. Richtig wäre von einer „Hochtechnologie“ zu sprechen. Ein Hochindustrieland wie Deutschland kann das locker stemmen.

Viele Bürger haben die explodierenden Energiekosten noch nicht in der Geldbörse gespürt. Die meisten haben ihre Nebenkostenabrechnungen noch nicht bekommen. Wenn doch, ist der Schock groß. Auch vielen Unternehmen brechen die Beine weg. Es wird ein dunkler, harter Winter. Mit der heutigen Entscheidung ist klar, die Regierung will es so.

Stillgelegtes Atomkraftwerk Grohnde: Kein gutes Zeichen für den Strommarkt Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
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