Auf Twitter zwitscherten Feministinnen über traumatische Erlebnisse mit Männern Foto: picture alliance / NurPhoto
Feministischer Männerhaß auf Twitter

Jammern und hassen auf höchstem Niveau

Sollte ein Wort oder besser Unwort gefunden werden, das die gesellschaftliche Charakteristik im Zeitalter des Internets und der sozialen Netzwerke treffend zusammenfasst, der Begriff „Doppelmoral“ wäre wohl einer der aussichtsreichsten Kandidaten für das Siegertreppchen. Es ist bekannt vom Thema Rassismus. Jede noch so gut begründete Kritik an einer bestimmten Bevölkerungsgruppe löst eine breite Front der antirassistischen Empörung aus. Es sei denn, diese Gruppe ist weiß. Dann ist quasi alles erlaubt. Vor allem, wenn die „zu Kritisierenden“ auch noch deutsch sind. Die Nazis waren schließlich auch weiß und deutsch.

Ähnliche Formen der Doppelmoral gibt es bei Themen wie Religionskritik und natürlich immer dann, wenn es um Sexismus geht. Bei letzterem wurde in diesen Tagen auf Twitter eine neue Stufe auf dem Weg zur totalen Verlogenheit erklommen. Dort schaffte es der Hashtag MenAreTrash (zu dt.: Männer sind Abfall) bis ganz nach oben in den Trends.

Angestoßen wurde die Welle feministischer Tumbheit durch einen Tweet der Berufs-Twitterin von der “taz“, Sibel Schick. Die große Naive des linken Gesinnungsjournalismus twitterte in der völlig ungerechtfertigten Selbstgefälligkeit, die in dieser Reinkultur nur ihr gegeben ist: „Es ist ein strukturelles Problem, daß Männer Arschlöcher sind.“

Linke reden sich ihre Doppelmoral schön

Wichtig ist bei dem Tweet vor allem das Wörtchen „strukturelles“. Mit diesem Zauberwort reden sich Linke all ihre Doppelmoral schön. Hetze gegen Männer kann in der „Argumentation“ der Sibel Schicks dieser Welt kein Sexismus sein. Genauso wenig wie es antiweißen oder gar antideutschen Rassismus geben kann; wegen der Machtstrukturen und so.

Daß Schick es mit ihrem Tweet MenAreTrash in die deutschen Twittercharts bringen konnte, ist, trotz des geschickt eingebauten Zauberworts, ein kleines Wunder. Nicht nur, weil sie selbst den Hashtag in ihrem ursprünglichen Tweet gar nicht verwendet hat. Das Fräulein Rottenmeiner der linksfeministischen Dialektik hat bei Twitter bis weit in die eigenen Reihen eigentlich so ziemlich jeden geblockt.

Daß die Intention hinter ihrem Tweet unter dem Hashtag MenAreTrash dennoch derartig an Fahrt gewann, zeigt, wie allzeit bereit zum Jammern die wohlstandsverwahrloste Generation der Digital Natives ist. Sie vermitteln den Eindruck, nicht nur ins Internet-Zeitalter hineingeboren zu sein, sondern kamen auch schon mit einem schmollend-beleidigtem Gesichtsausdruck auf die Welt.

Alltäglichkeiten werden zu Traumata stilisiert

Unter dem neuen Hashtag konnten sie ihrer schneeflockenhaften Überempfindlichkeit freien Lauf lassen. Jedes schlechte One Night Stand, jede in die Brüche gegangene Kurzzeitbeziehung und jeder plumpe Anmachspruch in einer Diskothek, wurde zu einem traumatischen Erlebnis hochstilisiert und vermutlich auch tatsächlich als ein solches empfunden.

Unter dem Hashtag MenAreTrash baden sich hypersensibilisierte junge Frauen, die offenbar keine echten Probleme kennen, im Selbstmitleid – wie einst Kleopatra in Eselsmilch. Dieses Selbstmitleid, dieser auf Verletzungen des eigenen übersteigerten Egos beruhende Männerhass, wird noch peinlicher und verachtenswerter angesichts des Ursprungs.

Dieser stammt nämlich aus Südafrika. Auslöser war dort die Studentin Khensani Maseko. Die junge Frau beging Selbstmord, nachdem sie von ihrem Freund vergewaltigt wurde. Unter dem MenAreTrash-Hashtag schilderten daraufhin weitere Frauen ihre Erlebnisse mit häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen. Es waren zumeist schreckliche Geschichten echter Erniedrigung.

Feministinnen verhöhnen das Leid echter Opfer

Mit all dem hat das Jammern und Hassen auf höchstem Niveau hierzulande nichts zu tun. Vielmehr verhöhnen westliche Feministinnen mit ihrem meist unbegründeten Männerhass und ihren Pseudoproblemen einmal mehr das Leid echter Opfer. Profi-Feministinnen, wie beispielsweise Lia Haubner, machen derweil fast schon kitschig zickige Videos, in denen sie behaupten, daß am Leid der echten Opfer alle Männer schuld seien. Deshalb sollen ihrer Meinung nach auch alle Männer Abfall sein. Vor allem, wenn sie sich dagegen wehren, Abfall genannt zu werden.

All dies hielt deutsche Beta-Männchen nicht davon ab, sich selbst zu erniedrigen, indem sie den durchgeknallten Pseudofeministinnen in ihrem irren Männerhaß auch noch zur Seite sprangen. Der stets zu jedem Trendthema seinen mittelscharfen Senf dazugebende Shahak Shapira schrieb: „Fand ehrlich gesagt nicht ganz, dass alle #MenAreTrash. Aber dann hab ich die Tweets unterm Hashtag gelesen und jetzt bin ich mir sicher.“ Würde man sich an seiner Stelle vielleicht auch denken.

Auf Twitter zwitscherten Feministinnen über traumatische Erlebnisse mit Männern Foto: picture alliance / NurPhoto

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