Tauber auf Twitter

Hohn und Spott für die Lohnsklaven

Zwölf Jahre ist es her, seit der damalige stellvertretende Bremer Bürgermeister Peter Gloystein (CDU) einen Obdachlosen mit Sekt übergoß, woraufhin dieser in Tränen ausbrach. Eine ähnliche Reaktion könnte der Tweet von CDU-Generalsekretär Peter Tauber vom Montag bei dem ein oder anderen Geringverdiener ausgelöst haben, der nicht weiß, wie er am Monatsende die Rechnungen bezahlen soll.

„Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs“, antwortete Merkels Mann für die subtilen Zwischentöne einem Nutzer, der ihn in dem sozialen Netzwerk fragte, ob das CDU-Wahlprogramm zur Bundestagswahl nun bedeute, daß er sich drei Minijobs suchen müsse, um über die Runden zu kommen.

Masseneinwanderung verstärkt den Lohndruck

Empathie mit den sozial Schwachen hat man im Elfenbeinturm des Konrad-Adenauer-Hauses nur, wenn es um illegale Einwanderer geht. Die Lebensrealität eines gelernten Bankkaufmanns etwa, dessen Arbeitsplatz der Technisierung zum Opfer gefallen ist und der schauen kann, wie er mit zwei oder drei Jobs seine Familie über Wasser hält, ist Tauber fremd. Gerade von den Grenzöffnungsapologeten aus Merkels Wahlverein ist eine solche Äußerung aber gleich eine doppelte Verhöhnung der Bürger, die offenbar nur noch dafür gut sind, Finanzminister Schäubles Kasse zu füllen.

Die schuftenden Lohnsklaven finanzieren mit ihren Steuern nicht nur unfreiwillig die große Willkommensparty. Der durch die Masseneinwanderung entstehende Lohndruck auf Geringqualifizierte verschärft deren Existenznöte auch noch. Sekt in Muttis Parteizentrale. Selters für das Volk. Gloystein hatte damals wenigstens noch den Anstand, zurückzutreten.

Kassiererin im Supermarkt. Nichts ordentliches gelernt? Foto: picture alliance/Keystone

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