Souveräne Haltung

Papst Benedikt XVI. hat in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem noble Worte gesprochen, Worte der Trauer und des Mitgefühls: „Mögen die Namen dieser Opfer niemals ausgelöscht werden! Mögen ihre Leiden niemals geleugnet, heruntergespielt oder vergessen werden.“

Indem Benedikt konsequent das Leiden und die Würde der jüdischen Opfer in das Zentrum seiner Rede stellte, erteilte er dem Mißbrauch eine Absage, der durch Interessengruppen, Politiker und Medien mit ihrem Schicksal getrieben wird. Der Zentralrat der Juden in Deutschland reagierte nur folgerichtig, als er umgehend mit kritisch-wirren Stellungnahmen an die Öffentlichkeit trat.

Die Tatsache, daß er ein Deutscher ist, hindert den Papst auch auf der heiklen Israel-Reise nicht, sich dem Zeitgeist, der Relativierung und Überformung des christlichen Glaubens und dem Drängen nach simpler politischer Parteinahme entgegenzustellen. Auf eine Diskussion mit dem Vorsitzenden der palästinensischen Religionsgerichte, der in seiner Anwesenheit Israel vorwarf, die Palästinensergebiete in ein riesiges Gefängnis verwandelt zu haben, durfte er sich nicht einlassen. Ihm danach den Händedruck nicht zu verweigern, zeugt von einer seltenen Stärke und Souveränität.

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