Hehre Ziele gingen baden

Der Fall Opel und seine Lösung sind Politik pur. Das wären sie auch dann, wenn im September keine Bundestagswahl bevorstünde. Weil aber eine bevorsteht, macht es den Fall noch politischer. Zu viele Opfer, die es gäbe, ginge Opel in Konkurs und verschwände vom Markt, sollen (und wollen) sich politisch umsorgt sehen. Dazu die ohnehin bestehende und wahlpolitisch noch verstärkte Rivalität in der Großen Koalition zwischen SPD und CDU. Wählergefälliges Profil suchten zudem die Ministerpräsidenten der vier Bundesländer mit Opel-Werken.

Auch fühlen sich CDU und SPD getrieben von der Opposition, besonders von der sozialistischen Linken. Und das Pokern des amerikanischen Opel-Mutterkonzerns GM und politischer Druck der Regierung in Washington haben diese ganze politische Last gekrönt. Ihr politisches Süppchen kochen alle mit dem Fall, oder treffender: eine dicke Suppe, die später zum dicken Brei wird, den dann die Steuerzahler auszulöffeln haben. Warum spielen die eigentlich keine Rolle? Sind denn die keine Wähler? Sind sie der Zahl nach nicht viel mehr als die möglichen Opfer eines Konkurses? So gehen hehre Grundsätze baden, und aus der politischen wird eine finanzielle und damit gesamtwirtschaftliche Last.

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