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Weg von Detroit

Den Bürgen sollst du würgen! — das wissen Juristen wie Ökonomen. Daran sollten sich Politiker erinnern, wenn sie über eine staatliche Milliardenbürgschaft für die Adam Opel GmbH nachdenken. Denn der deutsche Automobilhersteller ist eine Tochter von General Motors (GM). 2007 verbuchte GM mit 38,7 Milliarden Dollar den größten Verlust der Geschichte. Und seit diesem Jahr ist nicht mehr GM, sondern Toyota der Autokonzern mit den weltweit höchsten Verkaufszahlen. Eine GM-Insolvenz wird nicht mehr ausgeschlossen. Der künftige Präsident Barack Obama will dabei vorrangig die Arbeitsplätze in den USA retten. Das Schicksal von Opel dürfte zweitrangig und eine deutsche Bürgschaft ein willkommenes Zubrot sein, das in den Untiefen des US-Insolvenzrechts verschwinden könnte. Ford muß Mazda abstoßen, GM seine letzten Suzuki-Anteile. Doch GM braucht mehr Geld. Die Lösung wäre ein Verkauf von Opel. Die Käufer würden eine Traditionsfirma mit modernen Werken erhalten, die mit sparsamen Klein- und Mittelklasse-Pkw am Markt bestehen könnte. Die Politik sollte sich daher inner- und außerhalb Europas auf die Suche nach Investoren machen und sich — wenn überhaupt — an einem solchen Engagement bei Opel beteiligen. Wie man Milliarden in Detroit verbrennen kann, hat Daimler bei Chrysler vorexerziert.

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