Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Deeskalierende Nachsicht

Die Wiege des Abendlandes und der europäischen Demokratie steht in Flammen: Seit den tödlichen Schüssen der Polizei auf einen jungen „Autonomen“ wird Griechenland von Krawallen linksextremer Jugendlicher heimgesucht; Geschäfte und Autos werden in Brand gesteckt, die Sicherheitskräfte agieren weitgehend erfolglos, faktisch herrscht Ausnahmezustand. Das Fernsehen liefert uns Bilder zum Schaudern — und unpassende Kommentare dazu: Verständnisheischend ist da die Rede von der Perspektivlosigkeit der Jugend, den wirtschaftlichen Problemen des Landes und einer unfähigen politischen Führung; garniert mit dem Hinweis auf die diktatorische Vergangenheit (die 35 Jahre zurückliegt). Die Gewaltorgien erscheinen so quasi als logische Folgen der vom Staat und Kapital (also von rechts) verursachten Mißstände, gegen die — nur eben etwas überzogen — die (linken) Unzufriedenen nun protestieren. Böte ein in der EU verankerter Rechtsstaat für Proteste keine angemesseneren Alternativen?  Bei diesem Aufruhr ist keine politische Bewegung federführend, hier feiert vielmehr das Lumpenproletariat seine Party. Es rächt sich, daß der Staat randständigen Gruppen ganze Stadtviertel als rechtsfreie Räume überließ und schon allzu oft „deeskalierte“. Die Flammenzeichen sieht jeder; man muß sie nur auch richtig deuten!

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