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Wer gedenkt am eifrigsten?

Eine U-Bahn-Einweihung am kommenden Sonnabend im Münchner Norden hat im Vorfeld eine geschichtspolitische Diskussion angestoßen. Besonders die neue U-Bahn-Station „Garching-Forschungszentrum“ steht im Blickpunkt. Dort wird auf großformatigen einzelnen Tafeln 28 Wissenschaftlern gedacht. Neben einem Bild und einem stilisierten Symbol ihrer Forschungsarbeit wird in drei Sätzen Namen und Leistung genannt. Da unter den Geehrten auch die Flugzeugkonstrukteure Claude Dornier und Willy Messerschmidt sind, regte sich Protest. Schließlich hätten – Erfindungen hin oder her – Zwangsarbeiter bis 1945 in ihren Flugzeugwerken arbeiten müssen. Nachdem auch der Garchinger TU-Präsident Wolfgang Herrmann, Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden und Max Mannheimer von der Lagergemeinschaft Dachau den öffentlichen Protest aufgriffen, wird nun in einem der drei Sätze erklärt, daß in ihren Firmen auch KZ-Häftlinge zu Tode kamen. Garchings Bürgermeister Manfred Solbrig (SPD) sieht damit den Streit beigelegt. „Die Bilder bleiben hängen“, vorausgesetzt bei Historikern beauftragte „vertiefte Recherchen über die Flugzeugkonstrukteure ergeben nichts anderes“, erklärte Solbrig der JF. Damit will sich Siegfried Benker, Fraktionschef der Münchner Grünen, nicht zufriedengeben. In einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Christian Ude verlangt der 49jährige die vollständige Entfernung der „NS-Täter“ oder Udes Fernbleiben bei der Eröffnungsfeier. Benker sieht allein in der Erwähnung der bedeutsamen Leistung „alle Schrecken des Nationalsozialimus überdeckt“ – und damit würde man die Opfer „verhöhnen und verachten“. Matthias Bäkermann

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