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Untoten-Gedenken

Vergangenen Montag wurde auf einem Friedhof im Berliner Osten ein kleiner Gedenkstein aus rötlichem Naturstein mit der Aufschrift „Den Opfern des Stalinismus“ in Anwesenheit des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD), enthüllt. Deutschlandweit bekannt ist der Zentralfriedhof Friedrichsfelde durch die alljährlichen Aufmärsche Ewiggestriger für die 1919 umgebrachten Weimarer-Republik-Gegner Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Der als Ergänzung zum 2005 mit 400.000 Euro aus staatlichen Lottomitteln restaurierten „kommunistischen Ehrenmal“ aus DDR-Zeiten gedachte 1.400 Euro teure Gedenkstein des Förderkreises Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung wird aber unterschiedlich interpretiert. Förderkreismitglied Rolf Hübner (SPD) meint, das Opfergedenken schließe niemanden aus, was Jürgen Hofmann (Linkspartei) etwas anders deutet: „Schon die räumliche Nähe macht deutlich, wer gemeint ist“ – nämlich nur „gesäuberte“ Genossen. Vertretern des linksradikalen Narrensaums geht selbst das zu weit: Der Stein sei „eine Entweihung des Andenkens unserer sozialistischen Genossen“, schrie ein aufgebrachter DKP-Mann während der Einweihung. Knapp zwanzig PDS-Betonköpfe der „Kommunistischen Plattform“ sowie Linksextreme der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen störten Mompers Rede („Im Sozialismus hat es Verirrungen in die Unmenschlichkeit gegeben“) laut grölend und pfeifend. Auch Linkspartei-Bezirksbürgermeisterin Christiane Emmerich kommentierte den Gedenkstein kritisch: Stalin sei schließlich auch „Feldherr im Krieg gegen den Faschismus“ gewesen.

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