AFD Sachsen Wir Frauen brauchen keine Quote!

 

Emanzipierte Schildbürger

Vor dreißig Jahren hätte sich Alice Schwarzer wohl nicht träumen lassen, daß ihre Emma zum 30. Geburtstag nicht nur so prominente Glückwünsche wie von Harald Schmidt, dem Gott des deutschen Feuilletons, bekommt, sondern – ganz staatstragend – auch Unionspolitiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Roland Koch artig gratulieren. So nimmt es nicht wunder, daß die Ideologie der Emanzipation auch immer weitere Teile der Gesellschaft infiltriert. Wie weit, deutet der jüngste Vorstoß der frauenpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion in der Hauptstadt, Canan Bayram, an. Ganz begeistert vom Einzug des Gender Mainstreaming in die an sich geschlechtsneutrale österreichischen Schilderwelt, regte die 40jährige nun gleiches auch für Berlin an.

So stürmt das weiße Piktogramm auf grünem Grund an der Donau mit Stöckelschuhen, Rock und wehender Mähne dem Notausgang entgegen, und Strich-"Männchen" als arbeitsteilige Begleitung des Kindes fordern in der Tram zum familienfreundlichen Platzhalten auf – alles im Namen der "Chancengleichheit", wie die Wiener Frauenstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) begründet. "Ich halte das für sehr angebracht, schließlich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung weiblich", weiß auch Bayram und schwelgt in ihrer Welt mit lauter Weiblichkeit im Straßenverkehr. Ganz klischeebeladen warnt dabei die Bauarbeiterfrau mit Zopf und Rock vor Baustellen (Zeichen 123), und ein Ampelfrauchen "mit Zöpfen und Handtasche" mahnt zum Stehen oder Gehen. "Damit hätte ich keine Probleme", pflichtet Abgeordnetenhaus-Kollege Alexander Kaczmarek (CDU) bei, "wenn dadurch nur keine Mehrkosten entstehen".

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