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Eigentum verpflichtet

Die Bankaktiengesellschaft Hamm (BAG) ist nahezu 100prozentige Tochter des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Dieses wenig bekannte Kreditinstitut steht plötzlich im politischen Schweinwerferlicht. Denn die BAG ist Eigentümerin des Berliner Grundstücks, auf dem Alexandra Hildebrandt 2004 das „umstrittene“ Mauerdenkmal mit 1.067 Holzkreuzen errichtet hat, das an die vergessenen Opfer von Mauer und Stacheldraht erinnert. Obwohl Frau Hildebrandt bereit ist, die Pacht (14.500 Euro pro Monat) weiter zu bezahlen und obwohl die Bank keinen Käufer für das brachliegende Grundstück hat, hat BAG-Chef Udo Wittler jetzt Räumungsklage einreichen lassen – unter dem begeisterten Jubel des rot-roten Establishments in Berlin. Die Bank wird – so scheint es – zum nützlichen Idioten einer Politik, die ein würdiges Erinnern an die Schrecken des Grenzregimes in Berlin verhindern will, weil Erinnerung an die Opfer des Kommunismus nicht opportun ist. Neben der Solidarität, die die Chefin des Mauermuseums, Frau Hildebrandt, verdient hat, muß nun an die Bank appelliert werden, sich die Idee des Mauerdenkmals zu eigen zu machen und sich für das Bleiberecht des Mahnmals einzusetzen. Die Räumungsklage muß zurückgezogen werden! Eigentum verpflichtet, Herr Wittler! Richten Sie Ihren Appell an: Herrn Udo Wittler, Vorstandsvorsitzender, BAG Bankaktiengesellschaft, Gabelsbergerstraße 1a, 59069 Hamm, Telefon: 023 85 / 942-0, Telefax: 023 85 / 942-200, E-Post: info@bankaktiengesellschaft.de

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