WIESBADEN. Deutschlands Exportüberschuss im ersten Quartal 2026 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel gesunken. „Nachdem die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 hohe Einfuhrzölle unter anderem auf Importe von Kraftfahrzeugen aus Europa in Kraft setzten, schrumpfte der deutsche Exportüberschuss deutlich“, hieß es in einem Bericht des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag. „Im ersten Quartal 2026 erzielte Deutschland im Warenhandel mit den USA einen Exportüberschuss von 12,4 Milliarden Euro.“
Der Überschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 Milliarden Euro (minus 30,5 Prozent). „Insgesamt wurden im ersten Quartal 2026 Waren im Wert von 36,2 Milliarden Euro aus Deutschland in die USA exportiert und Waren im Wert von 23,8 Milliarden Euro von dort importiert“, teilten die Statistiker mit. Die Exporte in die USA sanken um 12,1 Prozent, während die Importe um 1,9 Prozent stiegen.
Trotz Rückgangs sorgen Autos für den größten Exportüberschuss
Der „Rückgang der Exporte von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen“ habe „maßgeblich zum geringeren Außenhandelssaldo im ersten Quartal 2026“ beigetragen. Mit fünf Milliarden Euro machte der Handel mit Autos und deren Teilen den größten Anteil am deutschen Exportüberschuss mit den USA aus. „Der Überschuss war allerdings um 35,5 Prozent geringer als im ersten Quartal 2025, als er noch bei plus 7,8 Milliarden Euro gelegen hatte.“
Insgesamt exportierte Deutschland Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile im Wert von 6,5 Milliarden Euro in die USA (minus 28,4 Prozent), während die Importe aus den USA in dieser Warengruppe auf 1,5 Milliarden Euro stiegen (plus 13,2 Prozent).

Weitere Warengruppen mit einem deutschen Exportüberschuss im Handel mit den Vereinigten Staaten waren unter anderem Maschinen mit 4,9 Milliarden Euro (minus 4,8 Prozent), pharmazeutische Erzeugnisse mit einem Saldo von 3,4 Milliarden Euro (minus 18,7 Prozent) und elektrische Ausrüstungen mit einem Überschuss von 1,9 Milliarden Euro (minus 5,3 Prozent).
Vor allem bei mineralischen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl und flüssigem Erdgas ergaben sich Importüberschüsse gegenüber den USA. „Den größten Anteil daran hatten Erdöl und Erdgas mit einem Außenhandelssaldo von minus drei Milliarden Euro.“ Auch im Handel mit Kohle und Kokereierzeugnissen war der Außenhandelssaldo mit jeweils 300 Millionen Euro negativ. (mas)






