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Koblenz: Mutmaßliche Linksextremisten prügeln Lebensschützer ins Krankenhaus

Koblenz: Mutmaßliche Linksextremisten prügeln Lebensschützer ins Krankenhaus

Koblenz: Mutmaßliche Linksextremisten prügeln Lebensschützer ins Krankenhaus

Auf einer Demo in Koblenz greifen mutmaßliche Linksextremisten eine Gruppe Lebensschützer an. Zwei der Opfer kommen ins Krankenhaus.
Auf einer Demo in Koblenz greifen mutmaßliche Linksextremisten eine Gruppe Lebensschützer an. Zwei der Opfer kommen ins Krankenhaus.
Ein Video zeigt einen Teil der Tat. Fotos: Screenshots JF
Koblenz
 

Mutmaßliche Linksextremisten prügeln Lebensschützer ins Krankenhaus

Erst rufen sie „Nazis!“, dann schlagen sie brutal zu: Eine Gruppe mutmaßlicher Linksextremisten greift eine Demo gegen Abtreibung an. In der JUNGEN FREIHEIT schildert eines der Opfer den Tathergang.
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Nur eine Minute dauert es, schon werden sie attackiert. „Nazis!“ und „Was ist das für eine Fascho-Scheiße!“, ruft der Angreifer mit einem ausländischen Akzent, fängt an zu schubsen und versucht, eine Kamera zu beschädigen. Was Elias Burow und die anderen Teilnehmer der kleinen Lebensschutz-Kundgebung in Koblenz zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Nur wenige Minuten später eskaliert die Situation.

Burow ist Teil der „Aktion SOS Leben“, die derzeit Demos in mehreren Städten im Südwesten Deutschlands organisiert. Auf der „Pro-Life-Tour“ wollen die Lebensschützer andere Menschen friedlich davon überzeugen, daß Abtreibungen falsch sind. So auch auf der Kundgebung „Öffentlicher Protest für das Recht auf Leben mit Gebeten“ am Montagnachmittag in der Koblenzer Innenstadt.

Der Angreifer kommt zurück – mit Verstärkung

„Wir haben nach dem ersten Angriff sofort die Polizei gerufen“, berichtet Burow im Gespräch mit der JUNGEN FREIHEIT. Die Beamten treffen auch rasch ein. Nachdem sie seine Personalien aufgenommen haben, erteilen sie dem Angreifer einen Platzverweis.

„Doch nach zehn Minuten kam derselbe Mann zurück – mit Verstärkung“, schildert Burow. Sechs weitere Männer sind jetzt dabei. Zwei von ihnen greifen einen Demoteilnehmer an, reißen ihm Flugblätter aus der Hand und werfen einen Stein nach ihm.

Ein Video zeigt die Gewalt

Ein anderer Teil der Angreifer geht auf den Lebensschützer los, der das Demobanner hält. Einer der Täter greift nach dem Wagen, in dem die Demoteilnehmer ihre Flugblätter transportieren, und wirft ihn in Richtung der Lebensschützer.

Schnell wird die Situation unübersichtlich. Burow und seine sieben Mitstreiter müssen Schläge und Tritte abwehren, einige von ihnen wälzen sich im Kampf mit den Angreifern am Boden. Ein Video der Tat zeigt die Gewalt, aber nur einen Teil davon. „Die Aufnahmen sind unvollständig. Nicht alle Täter sind darauf zu sehen“, macht Burow deutlich.

Ein Opfer erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma

Zwei Demoteilnehmer müssen später im Krankenhaus behandelt werden. Bei einem diagnostizieren die Ärzte ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Prellung der Hand, der andere trägt eine Kieferverletzung davon.

Die Polizei nimmt am Tatort drei der Angreifer vorübergehend in Gewahrsam und sorgt dafür, daß die Kundgebung bis zum geplanten Ende am Abend weitergehen kann. „Wir wollten die Demo nicht abbrechen, sondern zeigen, daß wir uns nicht einschüchtern lassen“, sagt Elias Burow.

Aufgrund der Beleidigungen „Nazi“ und „Fascho“ vermutet er, daß es sich bei den Angreifern um Linksextreme handelt. Die Polizei teilt dazu mit: „Die Motivlage für den tätlichen Angriff ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.“

Ein Video zeigt einen Teil der Tat. Fotos: Screenshots JF
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