MADRID. Eine Abgeordnete der spanischen linken Partei Podemos hat in einer Rede mehr Einwanderung nach Spanien gefordert – und die Hoffnung geäußert, diese werde Spanien „von Faschisten und Rassisten befreien“. Natürlich wünsche sie sich „einen Bevölkerungsaustausch“, rief Irene Montero ihren jubelnden Anhängern während einer Veranstaltung zu.
Sie wolle Migranten und „People of Color“ inständig bitten, sie nicht „mit so vielen Faschisten alleine zu lassen“, betonte die 37jährige. Die Partei Podemos wolle zudem „selbstverständlich, daß ihr wählen dürft“. Sie habe bereits erreicht, daß viele Migranten einen legalen Aufenthaltsstatus erlangt hätten, „jetzt streben wir die Staatsbürgerschaft an“. Sollten Migranten nicht wählen dürfen, wolle die Partei die entsprechenden Gesetze ändern.
Sie „hoffe auf die Theorie des Bevölkerungsaustauschs“, sagte Montero. Es brauche „einen Austausch der Faschisten, einen Austausch der Rassisten, einen Austausch der Opportunisten“, mit arbeitenden Menschen. Dabei sei es egal, welche Hautfarbe sie haben – „Chinesen, Schwarze oder Braune – mit allen arbeitenden Menschen dieses Landes“.
🇪🇸 Irene Montero, Spain’s former Minister of Equality and leader of Podemos, celebrates replacing native Spaniards:
„Of course I hope for replacement theory, I hope we can sweep this country of fascists and racists with immigrants.“
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Spanien verschafft Migranten Aufenthaltsstatus
Vergangene Woche hatte die spanische Mitte-Links-Regierung ein Programm vorgelegt, nach dem rund 840.000 Migranten, die sich derzeit ohne gültige Papiere im Land aufhalten, einen legalen Aufenthaltsstatus erhalten (JF berichtete). Podemos hatte bei der Erstellung der Bestimmungen mitgewirkt – obwohl die Partei seit November 2023 nicht mehr in der Regierung vertreten ist.
Man habe „eine dringende Maßnahme sozialer Gerechtigkeit verwirklicht, die die Rechte hunderttausender Menschen anerkennt, die in unserem Land leben und arbeiten, denen aber bisher nichts zustand. Ihnen wurden grundlegende Rechte verweigert – ein Akt institutioneller Rassismus, der Ausbeutung und rassistischen Haß nur weiter anheizt“, hieß es in einer Erklärung der linksradikalen Partei.
Mélenchon feiert den Bevölkerungsaustausch
Im Januar, im Vorfeld der französischen Kommunalwahlen, hatte sich der Vorsitzende der linksradikalen französischen Partei La France Insoumise, Jean-Luc Mélenchon, ebenfalls positiv auf den „Großen Austausch“ bezogen. Seine Partei sei „die Partei des Großen Austauschs“, sagte der Politiker während einer Veranstaltung.
Die Kommunalwahlen müßten „das politische Bewußtsein des französischen Volkes in seiner Vielfalt unter Beweis stellen“. La France Insoumise solle dabei „das neue Frankreich verkörpern, das Frankreich des großen Generationswechsels“.
Der Vorsitzende des Rassemblement National, Jordan Bardella, kritisierte die Äußerungen Mélenchons. „Zumindest ist eines klar: Jean-Luc Mélenchon verteidigt die Zersplitterung der Gesellschaft, die Zeit, in der sich Minderheiten gegen das Volk stellen, und die Forderungen des politischen Islam“, schrieb Bardella auf X.
Au moins, les choses sont claires : Jean-Luc Mélenchon défend l’éclatement communautaire, l’ère des minorités contre le peuple et les revendications de l’islam politique.
Nous voulons, nous, incarner l’unité nationale et le sursaut français. https://t.co/3wAOeAgXlv
— Jordan Bardella (@J_Bardella) January 23, 2026
(lb)






