BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen den KI-Chatbot Grok eröffnet, der von Elon Musks US-Unternehmen xAI entwickelt wurde. Grund sind sexualisierte Inhalte, die der Chatbot erzeugen und verbreiten kann. Nach Angaben der Kommission betrifft dies auch Bilder und Videos realer Personen, teils ohne deren Einwilligung.
Nach Informationen des Handelsblatts greift die EU dabei auf den Digital Services Act zurück. Ziel sei es, den Betreiber xAI zu verpflichten, Grok in der Europäischen Union vom Netz zu nehmen. Der Chatbot ist unter anderem über die Plattform X erreichbar. Beide Unternehmen gehören dem US-Unternehmer Elon Musk.
Verstößt Grok gegen europäisches Recht?
Grok steht international seit Monaten in der Kritik. Berichten zufolge sollen über das System auch sexualisierte Darstellungen mit Minderjährigen möglich gewesen sein. Die EU-Kommission hatte ein Vorgehen zunächst aufgeschoben. Hintergrund waren politische Überlegungen im Zusammenhang mit möglichen Strafzöllen der Vereinigten Staaten, die US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte.
Nun macht Brüssel Ernst. Mit dem Verfahren soll geprüft werden, ob Grok gegen europäisches Recht verstößt und ob Maßnahmen bis hin zu einer Abschaltung in Europa erforderlich sind. xAI und X müssen sich im Rahmen des Verfahrens zu den Vorwürfen äußern. (rr)






