Härte und Haß gegen Bürger

Stellen Sie sich vor: Es ist tiefe Nacht, Sie liegen im Bett und schlafen – plötzlich fliegt die Tür Ihres Schlafzimmers auf, eine Stimme brüllt in den Raum, das Licht geht an, Sie schrecken hoch und starren in die Mündung einer Maschinenpistole. Vermummte, schwerbewaffnete Männer in schwarzen Kampfanzügen packen Sie, legen Ihnen Handschellen an und führen Sie ab. Die Männer sind Mitglieder einer Spezialeinheit der Polizei – und Sie haben keine Straftat begangen, sondern sich in einem Verein betätigt, der legal ist, aber als politisch unerwünscht gilt.

Weißrußland? China? Iran? Dort gibt es dergleichen auch, aber immerhin werden solche Fälle von Medien und Menschenrechtsgruppen angeprangert, wenn sie das drückende Gespinst aus Angst, Nacht, Korruption und Gewalt durchbrechen. Was aber, wenn ein solcher Fall in Deutschland geschieht? Dann lesen wir so etwas (Schreibfehler im Original):

„Der Chef der Bundespolizei geht mit aller Härte gegen Rechtradikale in den eigenen Reihen vor. Gegen einen verdächtiger Polizeihauptmeister wurde die GSG9 eingesetzt. Er ergab sich ohne Gegenwehr.“

Schablonensprache der „Qualitätsmedien“

Man fragt sich, was einen sprachloser macht: Der Fall selbst oder das armselige Gestammel, das in der Welt unter dem Titel „Verdächtiger rechtsradikaler Polizist gestoppt“ daherkommt. Wobei der Rosenheimer Polizist „gestoppt“ wurde, erfahren wir nicht. War er gerade im Begriff, jemanden zu ermorden? Nein, er ist „vermutlich rechtsextrem“, so das Springer-Blatt, oder er „soll tief in rechtsradikale Aktivitäten verstrickt sein“, wie der Focus als erster in derselben Schablonensprache berichtete. Diverse andere „Qualitätsmedien“ tippten die Phrasen ab, nirgends wurde ein eigener Akzent gesetzt, selbständig recherchiert, eine persönliche Meinung mitgeteilt, gar Kritik am Vorgehen der Polizei geäußert oder nach den Rechtsgrundlagen gefragt; überall dieselbe ängstliche Beflissenheit, ein paar Informationsbrocken wiederzukäuen und sich wegzuducken.

„Der Beamte habe sich aktiv in einem rechtsextremen Verein mit dem Namen ‘Die Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung“ engagiert’“, heißt es beim Fokus mustöpfisch; anscheinend ist die Artgemeinschaft den meisten Journalisten unbekannt, obwohl ihr der frühere NPD-Vizechef Jürgen Rieger zwanzig Jahre lang vorstand. Rieger war in den Jahren vor seinem Tod (2009) vor allem aufgrund seiner Versuche, Immobilien für die NPD zu erwerben, in den Medien präsent; wenig bekannt ist, daß er zum Beispiel ein Buch über „Ahnenverehrung“ schrieb und einen Verein leitete, der sich primär als heidnisch-religiöse Gemeinschaft versteht. Freilich hat Riegers Konzept von Heidentum eine starke politisch-gesellschaftliche Komponente, insofern er darunter in erster Linie die Verehrung der (germanischen) Vorfahren sowie den Willen, die eigene „Menschenart“ fortzupflanzen, verstand; selbst die Götter waren für ihn, ganz euhemeristisch, „vergöttlichte“ Helden ferner Vergangenheit.

Man mag so etwas kurios oder altbacken finden, aber bislang ist es nicht verboten, sich bei der Partnerwahl aus einem ähnlichen Genpool zu bedienen, seine Kinder Zöpfe oder Kniebundhosen tragen zu lassen, Jul statt Weihnachten zu feiern und Met zu trinken; selbst das Statut der Artgemeinschaft, nur „Menschen von überwiegend germanischer Abstammung“ aufzunehmen, kann kaum verboten werden, solange es noch Vereine gibt, in denen nur Katholiken, Hochbegabte, Frauen oder Menschen über einen Meter neunzig Mitglied werden können.

Polizeistaatsmethoden als PR-Maßnahme

Das einzige, was bislang gegen den Polizisten und den Verein, dem er nahesteht (oder in dem er Mitglied ist?), angeführt wurde, ist, daß dieser zu „Härte und Haß gegen Feinde“ auffordere – diese Formulierung im „Sittengesetz“ der Artgemeinschaft ist in der Tat von deutlicher Schärfe, findet sich aber in einem Kontext, in dem zuvor zu „Treue und Vertrauen, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit“ usw. „gegenüber Verwandten, Freunden und Gefährten, Wachsamkeit und Vorsicht gegenüber Fremden“ gemahnt wird. All dies zusammen entspricht eigentlich selbstverständlichen Verhaltensweisen, und das „Sittengesetz“ verbietet außerdem „Mord, Vergewaltigung und Diebstahl, Mißgunst, Habgier und Neid gegenüber jedermann“, also auch gegenüber „Fremden und Feinden“ (die ja manchmal auch zu Freunden werden können).

Wer jedenfalls schon gelernt hat, „Härte und Haß“ zu zeigen, ist der Bundespolizeipräsident Dieter Romann, der am 1. August von Innenminister Friedrich eingesetzt wurde und seinem Dienstherrn nun vorführen möchte, daß neue Besen gut, also vor allem „gegen rechts“, kehren. Als Grund für die absurde Gestapo-2.0.-Inszenierung wurde angegeben, daß der „Verdächtige“ eine Schußwaffe besäße; die eigentliche Begründung lieferte Romann jedoch in strahlender Gutmenschlichkeit: „Mit dieser Aktion wollen wir zeigen, daß wir keine Rechtsradikalen in unseren Reihen dulden.“ Polizeistaatsmethoden werden im Gesinnungsstaat also zur PR-Maßnahme.

Kommentare

  1. Erwin der Querdenker meint

    Ein lesenswerter Artikel. Gegen rechte oder auch nur mutmaßliche rechte Gesinnung wird mittlerweile fast jede Rechtsbeugung euphorisch als “kreative Maßnahme” des “Rechtsstaats” verklärt.

    Auf der einen Seite die Gleichmacher-Ideologie und auf der anderen, noch viel schwerer wiegend, die Verletzung des Unteilbarkeitsprinzips eines Rechtsstaates.

    Das zusammen allein sind deutliche Anzeichen für eine aufkommende moderne Diktatur, die mit allen Mitteln eine deutsche Identität mit seiner Kultur und seinen Wurzeln radikal auslöschen will, um den “Gleichmacherbrei” endgültig in alle Köpfe zu betonieren.

    Da stört ein Germanenkult genauso dieses Bestreben, wie ein mittelalterlicher Gotikkult oder die Bräuche der Schützen- und Jägervereine u.a..

  2. Erwin der Querdenker meint

    T.2

    Die Gesinnungsschnüffelei richtet sich zukünftig daher nicht nur gegen einzelne Personen, sondern auch gegen alle Vereine, deren Mitglied als eines dieser als “aussätzig” stigmatisierten Personen erkannt worden ist!
    Damit soll auch gleichzeitig ein gesellschaftlicher und einhergehender angeblich seriöser rechtsstaatlicher Druck bei den Vereinen aufgebaut werden, sich von vornherein über die Gesinnung eines Vereinsmitgliedes kundig zu machen und notfalls deren Aufnahme aus diesen Gründen zu verweigern. Wie vereinbart sich ein derartiges Vorgehen mit unseren Grundgesetzen? Da haben unsere Verfassungsrichter nachträglich Abhilfe geschaffen. Da treibt ein vorgeschobener moralisierender “Ausnahmeparagraph” immer seltsamere “Blüten”.

  3. vox populi meint

    Das sind Vorzeichen auf das was noch kommt. Ein Menetekel. Vorverurteilungen, Eckenschieberei und Gesinnungsschnüffelei. Man kann bloß hoffen das Steinbrück und sein Chefdemagoge Gabriel niemals das Ruder anfassen. Wenn Ideologie vor Pragmatismus rangiert ist das immer gefährlich. Dann wird es noch schlimmer; Leute wie die Roth sind mittlerweise auch einer Basis zu niveaulos. Und das ist gut so.

  4. Berta Schwarz meint

    Schön, daß Sie diesen Fall aufgreifen. Er hat mich auch empört. Nicht weil ich diesen Verein für ein hochlöbliches Unternehmen hielte (tatsächlich hatte ich davon noch nie gehört), sondern weil in der ganzen Berichterstattung kein einziger Hinweis auf eine Straftat des Beamten zu finden war. Leider ist auch jetzt keine Meldung mehr zu finden. Sollte der Mann festgenommen worden sein, so müßte doch irgendwann Anklage gegen ihn erhoben werden. Und befindet er sich noch in Untersuchungshaft? Können Sie mehr darüber recherchieren und schreiben? Man möchte doch seinen Glauben an einen funktionierenden Rechtsstaat nicht verlieren.

  5. Erwin der Querdenker meint

    T.3

    Die Ausnahme wird zusehens zum Regelfall und wiegt offenbar stärker als die Meinungs- und Versammlungsfreiheit und nicht zu vergessen die Menschenwürde, die angeblich für jeden(!)in unserem Land unantastbar sein soll.

    Ein ähnliches Vorgehen dürfte uns bei den Notstandsgesetzen erwarten, sollten sie, aus irgend einem Vorwand, ins Leben gerufen werden.

    Diese Grundwerte, über die wir Deutschen noch nicht einmal abstimmen durften, entsprechen offenbar nicht mehr den Vorstellungen derer, die hier in Deutschland das tatsächliche Sagenhaben.

  6. Otto Ohnesorge meint

    Die Parteien in der Bunten Republik haben längst für sich entschieden, wie Demokratie in einem Rechtsstaat zu handhaben ist.

    Das demonstrieren sie immer eindringlicher und immer ungenierter.

    Typisch, wie in jedem Regime, die willfährigen und strebsamen Mitläufer.

    Und genau diese Parteien treiben einen immer hysterischeren Schuldkult, weil es den Nationalsozialismus gegeben hat.

    Merken dabei nicht, daß sie ihm immer ähnlicher werden.

    Und ich Depp habe zwei Diensteide auf zwei Länderverfassungen geleistet.

    Mir hat man 50 Jahre erzählt, wie gut Demokratie, mit ihrer Freiheitlich-Demokratischen-Grundordnung und der Rechtsstaat sei.

    Damit ich im Winter meines Lebens erkenne:

    Alles Lüge.

  7. Markus Junge meint

    Betrachte ich nicht “Kampf gegen das Recht” oder den hier verdeutlichten Sinn des zentralen Waffenregisters, so will ich mich kurz auf den verlinkten Artikel bei der Welt beziehen.

    Ich habe den Artikel am Tag seiner Veröffentlichung gelesen und jetzt gerade nochmals aufgesucht. Der Artikel an sich, ja der ist unterste Ehrenburg-Propaganda, der hätte es auch in Prawda oder Neues Deutschland geschafft.
    Allerdings wäre damals etwas anders gewesen, die Kommentarfunktion wäre von Beginn an abgeschaltet worden. So hat die Welt erst dutzende Kommentare löschen müssen, jetzt stehen da noch 2. Die Kommentare war aber auch alle Nazi, klar, da mußte der Zensor ran, nachdem er aus dem Wochenende kam, weil der Artikel stand ab einem Sonntag im Netz.

  8. Wahr-Sager - meint

    Das ist BRD! Hätte sich der Beamte in einem linksextremen Verein mit dem Namen “Die antirassistische Gemeinschaft – Multikulturelle Glaubensgemeinschaft aktiv gegen Nazi-Deutschland” engagiert, wäre alles in Ordnung und würde sogar mit Preisen (für Zivilcourage) überschüttet.

    In diesem Saustall wundert mich gar nichts mehr.

  9. Rechtsanwalt Rainer Thesen meint

    Der sog. Kampf gegen Rechts hat jedenfalls in dieser Sache im rechtsfreien Raum stattgefunden. Ob überhaupt ein Haftbefehl vorlag, falls ja, ob er hätte ergehen dürfen, – Anfangsverdacht welcher Straftat? -, vom Verhältnismäßigkeitsgrundsatz mal ganz abgesehen, und, und, und. Lagen wenigstens die Voraussetzungen einer vorläufigen Festnahme vor, wenn ja, welche? Aber vielleicht gibt es schon eine neue Strafprozeßordnung, und ich weiß noch nichts davon? Odedr war das ganze “Politisch”? Da spielt das Recht ja auch keine Rolle. Difficele est satiram non scribere.

  10. Karsten Butze meint

    Die Zeichen sind eindeutig faschistoid.

    Es beginnt/begann mit
    - Gleichschaltung des Parlaments (erledigt)
    - Entmachtung des Parlaments (erledigt, weiche Form -> “alternativlos”, “unausweichlich”, “größeren Schaden abwenden”)
    - Gleichschaltung der Medien (erledigt)
    - Gleichschaltung der Justiz (erledigt,in Arbeit)
    - Gleichschaltung von Parteien/Vereinen (erledigt,in Arbeit)
    - Gleichschaltung der Schule (erledigt)
    - Vernichtung der bürgerlichen Existenz z.B. Entlassung, Diffamierung,”Kauft nicht beim J…” von Abweichlern (in Arbeit)
    - Maulkorbparagraph mit juristischen Folgen (z.B. Haft/Berufsverbot, erledigt)
    - Etablierung des Denunziantentums Stichwort Gutmenschen (in Arbeit)
    - Möglichkeit (und Akzeptanz) von Kriegsführung außerhalb DE

  11. Jürg Rückert meint

    Im 999. Jahr des 1000-jährigen Reichs soll ein Gesetz in Vorbereitung gewesen sein, wonach Bürger wegen „mangelnder Liebe zum Führer“ hätten verurteilt werden können.
    Kommen jetzt nicht ähnliche Gesetze wie „mangelnde Ehrfurcht vor dem Dogma X“, „Mangel an Respekt vor Y“, „abweichende Meinung von der veröfffentlichten Meinung“?
    Die vom US- Kongress wie Malware in eine vom Präsidenten überwachte Sandbox verschobene amerikan. Verfassung als Vorbild für Europa?

  12. Jürg Rückert meint

    Die meisten denken, dass sie das nicht berühre, man sei ja auf der sicheren Seite. Aber genau das bildete schon immer den Nährboden für eine zunehmende Anwendung unverhältnismäßiger und auch nicht nachvollziehbarer Gewalt des Staates gegen einzelne Bürger. Wer jetzt schläft, den bestraft das Leben!

  13. Karsten Butze meint

    Also wer sehen will kann sehen.
    Es ist ja schön, wenn hier oder anderswo reflektiert’und kommentiert wird. Schließlich kommen immer neue Warheitssucher hierher.

    Aber was dann anfangen mit dem Wissen?
    Widerstand ist im Moment zwecklos, schließlich trabt die Herde fröhlich blökend und willenlos zum Abgrund.

    Es bleibt, die Zeichen beobachten und wie seinerzeit vor 80 Jahren einige Vorausschauende im richtigen Moment ganz schnell die Sachen packen und das Land verlassen.

    Alternativ hilft wegducken und in die innere Immigration gehen.

    Oder mitmachen, dann liegt die Überlebenschance auch bei 90%, egal ob uns unser Gewissen zerreißt.

    Was würden Sie tun?
    Tor1?
    Tor2?
    Tor3?

  14. Otto Ohnesorge meint

    Liebe Berta Schwarz aus Nürnberg,

    mit der richtigen Begründung zu -Gefahr im Verzuge- kann die Polizei handeln ohne sich einen richterlichen Beschluß zu holen.

    Wie ein Richter danach entscheidet, ist im vorliegenden Vorgehen der Polizei nicht so wichtig, wenn es um Propaganda gegen Rechts geht.

    Der Bundespolizeipräsident Romann, dieser “Herr Holm” der Gutmenschenpolizei, hat es doch erklärt.

    Der hat im Krampf gegen Rechts eine sehr weite Toleranzgrenze.

    Selbst wenn ein Richter die Entscheidung im Nachhinein kassiert: “Da ist der aber traurig.”

    Held wird nicht, wer sich an das Grundgesetz hält, Held wird, wer im Krampf gegen Rechts obsiegt.

    Und dafür muß sich der feine Herr nicht einmal von seinem Schreibtisch erheben.

  15. Markus Junge meint

    Angeblich machen das doch nur Unrechtsstaaten, jemanden wegen einer unliebigen Meinung, welche das ist, legt der Staat natürlich selbst fest, in Haft zu halten. Also China, Weißrussland, Nordkorea, Iran und Co. Und dann regt sich Äntschie immer so dramaisch darüber auf und die Aktuelle Kamera ist davon immer so angetan.
    Nur die “Volksverhetzer”, die hier im Musterrechtsstaat nicht so ganz musterhaft sind, die darf man mit dem Sonderstrafrechtsparagraph 130-IV wegsperren.

    Wer derartiges für einen Rechtsstaat hält, dem ist entweder nicht mehr zu helfen, oder er sollte dringend in der wirklichen Welt erwachen.

  16. Markus Junge meint

    Berta Schwarz aus Nürnberg

    Entschuldigung, aber den Glauben an den Rechtsstaat nicht verlieren? Schlafen Sie immer noch tief und fest und glauben das Abendgebet der Aktuellen Kame ähhh Tagesschau?
    Der Unrechtsstaat ist das erklärte Staatsziel und lange Wirklichkeit. Oder wie will man ein Gebilde bezeichnen, in dem Mörder, Totschläger, Körperverletzer, Drogenhändler und ähnliches Gesindel, mit Händedruck vom Richter, in die Bewährung entlassen werden, während ganz furchtbare Personen, wie dieser Polizist, per GSG9, ohne jeden Grund abgeholt werden?
    Von den pösen Meinungsverbrechern ganz zu schweigen, oder warum sitzen da Leute für ein dutzend Jahre in Haft, nur weil sie nicht die gesetzlichen Offensichtlichkeiten zum 3. Reich teilen?

  17. Klara Hauptmann meint

    BRD-Schwindelpedia: “Im Jahr 2000 wechselte Romann in die Abteilung Ausländerrecht und -politik des Innenministeriums. Dort war er an der Formulierung des Zuwanderungsgesetzes beteiligt. 2010 organisierte er die Aufnahme von zwei Häftlingen aus den Gefangenenlagern auf Guantanamo in Deutschland.”

    Mainstream-FOCUS: “Der am 4. Mai 1962 im rheinland-pfälzischen Ahrweiler geborene Jurist gilt als karrierebewusst und zielstrebig. Nicht auszuschließen ist, dass er sich auch mit der ein oder anderen Reform in seiner Mammutbehörde profilieren will – auch wenn die Bundespolizei bei den Ermittlungen zur rechtsextremen Mordserie kaum eine Rolle spielte.”

    Wenn man dies nur für halbe Wahrheiten hält, kann man sich auf das ganze Bild einen Reim machen.

  18. Bernd Schmieder meint

    Es wird gefährlich in der Welt, wenn sich die politisch gegenüberstehenden Blöcke sich nicht mehr kontrollieren und Menschenrechtsverletzungen des Gegners anprangern können. Der verbleibende Block hat dann unbegrenzte Freiheiten. Erkennen können wir sie daran, wie und ob er seine Handlungsfreiheit nutzt.
    Ich befürchte, wir haben schlechte Karten. Wir erfahren nicht mehr, wenn Leute wie Putin uns kritisieren, sogar die US-Außenministerin wurde ja in unseren Medien wegzensiert. Ich muß heute das „richtige Google“ benutzen und muß nach Infos in allen Medien erst in der JF nachschauen, ob`s wahr ist. Wenn aber die Infos weg sind, ist die Freiheit auch schnell weg. Armes Deutschland.

  19. Bodo der Boese meint

    Einmal abgesehen von der Unrechtsdebatte, macht sich die GSG 9 aehnlich laecherlich wie beim Einsatz ggn. Rockerchef Hanebuth. Dort wurde ja immerhin ein harmloser Vierbeiner erledigt. Brauchen wir fuer solche Einsaetze die GSG 9 ? –Sicher nicht, also was soll hier gezeigt/bewiesen werden? Wo bleibt der Einsatz ggn. kriminelle Grossfamilien in Bremen, Berlin? Da scheint mir mehr Einsatz angebracht, eben auch von so einer ‘Eliteeinheit’.

  20. Ralf Beez Ofw d.R. meint

    Nach obenhin hat dieser Bundespolizeipräsident mit seiner kruden und seltsamen Rechts-und Dienstauffassung
    vielleicht Punkte sammeln können, aber bei seinen Untergebenen dürfte er mit dieser Aktion untendurch
    sein, aber richtig!

  21. Wahr-Sager - meint

    @Markus Junge:

    Ich finde, die Junge Freiheit sollte von nun an die Tagesschau generell als “Aktuelle Kamera” bezeichnen und damit verdeutlichen, worauf diese Bezeichnung abzielt…

  22. Eckard Eckstein meint

    Überhaupt keine Frage: man versetzte gedanklich den ganzen Ablauf einschließlich behördlicher Verlautbarungen und dienstbarer Presse in die Ex-DDR oder das ehemalige III. Reich und tausche das “Delikt” des Opfers gegen “Angehöriger reaktionärer Kreise” oder “Volksschädling”, – und schon erschließt sich einem die Motivation und sonstige psychologische Befindlichkeit sämtlicher Beteiligter als vollkommen identisch mit derjenigen der Leute, die in den beiden erwähnten Systemen dieselben Funktionen innehatten, Polizisten, Vorgesetzte, Auftragsfedern, politisch Verantwortliche!

    Früher war es die Diktatur des Richtigen, heute ist es die Diktatur des Guten. Im Prinzip noch eine Stufe verlogener und perfider, sonst wie gesagt dasselbe.

  23. Olaf Ramcke meint

    Uckermanns U-Haft ist auch so gelagert.

    Riegers Sippenreligion ist meiner Ansicht nach nicht so der Bringer, denn spirituell der Rückzug ins Tierische (vertraute Klänge, Gerüche etc.), aber was die GSG9 da jetzt unterbunden hat?

    Offensichtlich schätzen Politiker die Lage so ein, daß derartige Aktionen den Zuspruch zu ihnen vergrößern, und das sollten sie ja beurteilen können.

    Das heißt aber, daß man um eine Klientel wirbt, die sich Gewalt im Sinne von Rechtsbruch wünscht.

    Im Moment wenigstens. Ich schätze das wird wieder weniger, wenn man anfängt, sich im Spiel mit dem Feuer ernsthaft zu verbrennen.

    Es zeigt in erster Linie die völlige Prinzipienlosigkeit der politischen Klasse.

  24. Kersti Wolnow meint

    Härte und Haß gegen Bürger, die ihr Land und die geschichtliche Wahrheit lieben, die ihr Volk schätzen, die Bildung haben, Ehrgefühl und andere Werte, die, auch wenn sie nicht kirchlich eingestellt sind, dennoch die 10 Gebote einhalten. Und nun kann man weiterdenken und sich fragen, welche Leute mit welchen Charakteren bei uns die Macht haben. Eigentlich haben wir alle die Pflicht zum aktiven Widerstand!

  25. Wahr-Sager - meint

    Als Rechter ist es in der BRD gefährlich, zu emotional zu werden. Die Linken legen dies leicht als Ausdruck rechtsextremer Gesinnung aus.
    Wütend zu sein ist nämlich einzig Linken vorbehalten. Die dürfen auch ihren grenzenlosen Hass propagieren – schließlich geht es gegen Nahtziehs, welche inoffiziell nicht mal als Menschen gelten.

  26. Ralf Beez Ofw d.R. meint

    @Wahr-Sager-aus NRW Fr 00:51

    Herzlichsten Dank und ein aufrichtiges Vergelt´s Gott
    in deutlichst verschärfter Form für ihren herausragen-
    den Vorschlag!
    In Zukunft jedenfalls werde ich es genauso halten, ob es nun private, dienstliche Gespräche sind oder eben
    hier im Leserforum!

    Mit kameradschaftlichem Gruß!

  27. Wahr-Sager - meint

    @Ralf Beez Ofw d.R. aus 72250 Freudenstadt:

    Ich werde mich von jetzt an auch danach richten. Danke an Markus Junge für diese Initialzündung. ;)

  28. Rüdiger Knust meint

    Es lebe, was auf Erden
    nach Freiheit strebt und wirbt,
    von Freiheit singt und saget,
    für Freiheit lebt und stirbt.

    Fluch sing ich allenZwingherrn,
    Fluch aller Dienstbarkeit!
    Die Freiheit ist mein Leben
    und bleibt es alle Zeit.

    Zeilen aus: Das Lied der Freiheit
    Hoffmann von Fallersleben

  29. Mister Magic meint

    Kersti Wolnow hat recht, aber wie soll das aussehen?
    Wer wird uns denn zur Hilfe eilen, um Gerechtigkeit wieder herzustellen?

    Was bringt es uns, mit Wut auf diese Repressalien zu reagieren, indem man sein Leid über Leserkommentare zum Ausdruck bringt?

    Wir werden alle der Reihe nach Besuch bekommen, da wir nicht konform sind und längst schon namentlich in den Fokus dieser Verbrecher gelangt sind.
    Wie die Schafe…

    Aber, tja, was soll man machen? – Ich glaube es hat gerade an der Tür geklingelt…

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