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Er war wieder da (II)

Am Morgen des 1. März 1815 sichtete das Schiff, mit dem Napoleon Bonaparte sein Exil auf der Insel Elba verlassen hatte, die französische Küste. Damit begann gewissermaßen der eigentlich spannende Teil des Unternehmens: Wie würde Frankreich reagieren, wenn er den Fuß an Land setzte? Napoleon hatte selbstsicher prognostiziert, er würde ohne einen Schuß in Paris […] mehr »

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Medienmorast

Fakten sind das Handwerkszeug eines Journalisten. Er darf sich mit der Wahrheit keine Freiheiten herausnehmen. Der mittlerweile von seinem Arbeitgeber, dem Fernsehsender NBC, vom Dienst suspendierte Nachrichtenmoderator Brian Williams jedoch schmückte seine Berichterstattung freizügig aus, wenn es seiner Karriere förderlich war. Wie vor kurzem bekannt wurde, geriet der Hubschrauber des furchtlosen Fernsehjournalisten im Irak nicht […] mehr »

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Opium fürs Volk

Zugegeben, ja: Ich habe auch meine quietistische Ader. Und wenn ich abends tatsächlich mal Muße habe, die – wie Wladimir Sorokin das Fernseh mal so schön genannt hat – „Laterne der Dummen“ einzuschalten, dann ist linksverkopfter und problemüberfrachteter „Tatort“-Sozialquark mit Ulrike Folkerts als dilettierender Ludwigshafener Kampflesbe „Lena Odenthal“ oder Problem-Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt […] mehr »

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Der Leninismus in unserer Sprache

Auch wenn die einwanderungskritische Pegida-Bewegung nun erst einmal geschwächt ist, so steht eines dennoch fest: Die Risse in der Mauer des linken Meinungskartells werden immer hartnäckiger. Wenn man sich nun die Frage stellt, warum es überhaupt so lange gedauert hat, so muß dabei auch die alltägliche Manipulation der Sprache beleuchtet werden. Stephane Courtois meint im […] mehr »

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Wochenschau

Donnerstag, 12. Februar 2015 Meine Hand für mein Produkt – das Motto aus der Zeit des real-existierenden Sozialismus gilt auch für den parlamentarischen Betrieb der Gegenwart, heute allerdings in Form der Negation. In Thüringen hat das Verwaltungsgericht Gera die Klage des NPD-Stadtrats David Köckert abgewiesen. Dieser hatte sich beschwert, weil der Bürgermeister von Greiz (Gerd […] mehr »

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Keine Helene-Fischer-Quote

Die berechtigte Forderung an die Radiosender, mehr Musik in der Sprache ihrer Hörer zu spielen, ist vorläufig von der Diskussion um eine „Helene-Fischer-Quote“ überdeckt worden. Auslöser dafür war ein aufstrebender norddeutscher Jungpolitiker im Zusammenspiel mit einer weitverbreiteten Zeitung, deren Name mit „B“ beginnt und mit „D“ endet. Franz-Robert Liskow, JU-Vorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern, übernahm in einer […] mehr »

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Südtiroler Bands hoch in den Charts

Immer wieder gelingt es Südtiroler Rockbands, die deutschen Charts zu stürmen. Anfang dieses Monats faßte die Brixner Punkrockband „Unantastbar“ in den Top-15 der deutschen Albumcharts Fuß. Ebenfalls gelang der weit bekannteren Deutschrockband Frei.Wild mit dem Stück „Unvergessen, unvergänglich, lebenslänglich“ der beste Neueinstieg in die Singlecharts. Diese in Deutschland erfolgreichen Südtiroler Bands haben eines gemeinsam: Sie […] mehr »

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Kardinal Walter Kaspers Kirchen- und Kulturrevolution

Als Antwort zu Kardinal Walter Kaspers Schrift „Evangelium von der Familie. Die Rede vor dem Konsistorium“, in welcher eine Aufweichung der Sakramentenlehre und Praxis der Kirche bezüglich der wiederverheirateten Geschiedenen vorgeschlagen wird, sind zwei wichtige Bücher erschienen: „In der Wahrheit Christi bleiben: Ehe und Kommunion in der Katholischen Kirche“, herausgegeben von Robert Dodaro und mit […] mehr »

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Instrumentalisierte Verantwortung

Joachim Gauck hat bei der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens eine immerhin halbwegs um Differenzierung bemühte Rede gehalten. Er grenzte sich gegen jene ab, die „das Flächenbombardement trotz des ungeheuren menschlichen Leids als gerechte Bestrafung gebilligt (hätten), also eine Kollektivschuld unterstellt und deutsche Leiderfahrung gänzlich ausgeklammert“. Dennoch war die Gaucksche Tendenz wieder unüberhörbar. […] mehr »

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Er war wieder da (I)

Eines Tages, so wird erzählt, habe vor der Mittelmeerinsel Elba ein nordafrikanisches Piratenschiff Anker geworfen. Der Kapitän ließ sich an Land rudern und fragte dort nach, ob der „Gott der Welt“ wirklich hier anwesend sei, wie ihm berichtet worden wäre. Auf die positive Antwort hin bestand er darauf, diesen Gott zu sprechen, kniete schließlich vor […] mehr »

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Ein Tirol in den Herzen des Volkes

Bekanntlich werden politische Entscheidungen in einer repräsentativen Demokratie nicht unmittelbar vom Volk, sondern von Volksvertretern, Politikern, gefällt. Daß es dabei mitunter zu großen Divergenzen zwischen dem Volk und seinen Vertretern kommen kann, zeigt das Ende Januar veröffentlichte Ergebnis einer in Österreich durchgeführten Umfrage über die Selbstbestimmung der Südtiroler. Das Linzer Meinungsforschungsinstitut „Spectra“ führte im Auftrag […] mehr »

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Die Schuldigen am Irak-Chaos

US-amerikanische „Neokonservative“ datieren die Geburtsstunde der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) auf den Abzug der amerikanischen Besatzungstruppen im Dezember 2011. Eine fortdauernde militärische Präsenz im Irak hätte den Frieden dort dauerhaft gesichert, so das Argument. Aus Sicht vieler Republikaner ist Präsident Obamas Versäumnis, ein neues Abkommen zur Stationierung amerikanischer Truppen (Status of Forces Agreement) auszuhandeln, die […] mehr »

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Wochenschau

Dienstag, 13. Januar 2015 „Salzgitter II“: Es ist erstaunlich – bei der medialen Diskussion über Griechenlands Finanzkrise wird in keinem wichtigen Medium, jedenfalls nicht an maßgeblicher Stelle, über die Frage des Euro-Austritts gesprochen. Als wäre dies ein Sakrileg. Beispielhaft hierfür ist der Beitrag in der Süddeutschen Zeitung vom 10. Januar: Nikolaus Piper, New Yorker Wirtschaftskorrespondent […] mehr »

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Der Unfug der „Studierendenwerke“

Niemand könne gleichzeitig sterben und studieren. Ein Satz wie „Die Bevölkerung beweint die sterbenden Studierenden“ sei völlig unmöglich. Mit diesem Beispiel verdeutlichte der Schriftsteller Max Goldt schon vor Jahren recht eindringlich, warum der Ausdruck „Studierender“ unsinnig ist. Doch die Menschheit scheint nicht schlauer geworden zu sein. Der jüngste Unfug bricht sich Bahn: Die Studentenwerke sollen […] mehr »

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Wie Kardinal Marx sich eine Kirche von morgen vorstellt

Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofkonferenz, gab am 22. Januar der US-amerikanischen Zeitschrift der Jesuiten America ein Interview, in welchem er seine Hoffnungen für die Familiensynode im Oktober 2015 und seine Vision von Kirche schildert. In Deutschland wurden vor allem die Passagen zu geschiedenen Wiederverheirateten und Homosexuellen registriert. Die Süddeutsche Zeitung wählte für ihren […] mehr »