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„Heftiges Warnsignal“: Krankenkasse geht von deutlich mehr Impfnebenwirkungen aus als bekannt

„Heftiges Warnsignal“: Krankenkasse geht von deutlich mehr Impfnebenwirkungen aus als bekannt

„Heftiges Warnsignal“: Krankenkasse geht von deutlich mehr Impfnebenwirkungen aus als bekannt

Corona-Impfung: Laut einer Krankenkasse gibt es deutlich mehr Nebenwirkung als bislang bekannt
Corona-Impfung: Laut einer Krankenkasse gibt es deutlich mehr Nebenwirkung als bislang bekannt
Corona-Impfung: Laut einer Krankenkasse gibt es deutlich mehr Nebenwirkung als bislang bekannt Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
„Heftiges Warnsignal“
 

Krankenkasse geht von deutlich mehr Impfnebenwirkungen aus als bekannt

MÜNCHEN. Die erste große deutsche Krankenkasse hat Zahlen ihrer Versicherten hinsichtlich Corona-Impfnebenwirkungen analysiert und ist alarmiert. „In unseren Augen liegt eine erhebliche Untererfassung der Impfnebenwirkungen vor. Es ist ein wichtiges Anliegen, die Ursachen hierfür kurzfristig auszumachen“, mahnte der Vorstand der BKK ProVita, Andreas Schöfbeck, in einem Brief, der unter anderem an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gerichtet ist, übereinstimmenden Medienberichten zufolge.

Von Anfang 2021 bis Mitte des dritten Quartals sind demnach 216.695 BKK-Versicherte wegen Nebenwirkungen durch Impfstoffe behandelt worden. Dabei seien mögliche Mehrfachbehandlungen herausgerechnet worden. Das PEI verzeichnete im Vergleich dazu bis Ende 2021 244.576 Meldungen über Nebenwirkungen der bis dahin 61,4 Millionen Geimpften.

„Wenn diese Zahlen auf das Gesamtjahr und auf die Bevölkerung in Deutschland hochgerechnet werden, sind vermutlich 2,5-3 Millionen Menschen in Deutschland wegen Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung in ärztlicher Behandlung gewesen. Das sehen wir als erhebliches Alarmsignal an, das unbedingt beim weiteren Einsatz der Impfstoffe berücksichtigt werden muß.“

„Gefahr für das Leben von Menschen kann nicht ausgeschlossen werden“

„Gemäß unserer Berechnungen halten wir 400.000 Arztbesuche unserer Versicherten wegen Impfkomplikationen bis zum heutigen Tag für realistisch“, sagte Schöfbeck der Welt. „Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung läge dieser Wert bei drei Millionen.“ In dem Schreiben an das PEI, die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Ständige Impfkommission und den Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV) äußerte Schöfbeck dafür folgende Erklärung:

 „Unsere erste Vermutung ist, daß, da keine Vergütung für die Meldung von Impfnebenwirkungen bezahlt wird, eine Meldung an das Paul Ehrlich Institut wegen des großen Aufwandes vielfach unterbleibt. Ärzte haben uns berichtet, daß die Meldung eines Impfschadenverdachtsfalls circa eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nimmt. Das bedeutet, daß drei Millionen Verdachtsfälle auf Impfnebenwirkungen circa 1,5 Millionen Arbeitsstunden von Ärztinnen und Ärzten erfordern. Das wäre nahezu die jährliche Arbeitsleistung von 1.000 Ärztinnen und Ärzten. Dies sollte ebenso kurzfristig geklärt werden.“

Aus diesem Grund sei der Brief mit der Überschrift „Heftiges Warnsignal bei codierten Impfnebenwirkungen nach Corona-Impfung“ auch an die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung gegangen. Den GKV-Spitzenverband habe Schöfbeck gebeten, entsprechende Datenanalysen bei sämtlichen Krankenkassen einzuholen. Das Schreiben endet mit den Worten: „Da Gefahr für das Leben von Menschen nicht ausgeschlossen werden kann, bitten wir Sie um eine Rückäußerung über die veranlaßten Maßnahmen bis 22. Februar 2022, 18.00 Uhr.“

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Laut dem Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts könnte rund ein Prozent der Verdächtsfälle bei Impfnebenwirkungen tödlich enden. Das entspräche bei 2,5 bis drei Millionen Fällen von Impfnebenwirkungen etwa 30.000 Toten. (ls)

Corona-Impfung: Laut einer Krankenkasse gibt es deutlich mehr Nebenwirkung als bislang bekannt Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
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