Die EU-Kommission prognostiziert einen Rückgang der EU-Wirtschaftsleistung um 7,4 Prozent
Die EU-Kommission prognostiziert einen Rückgang der EU-Wirtschaftsleistung um 7,4 Prozent Foto: picture alliance/Sascha Steinach/dpa-Zentralbild
Corona-Pandemie

EU-Kommission: Wirtschaftliche Erholung wird Jahre dauern

BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat einen Einbruch der EU-Wirtschaftsleistung um 7,4 Prozent prognostiziert. Grund dafür sei die Corona-Pandemie. Die Konjunktur werde sich in den nächsten Jahren vermutlich nur langsam erholen, sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis laut der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in Brüssel.

Demnach werde die Wirtschaft wohl erst 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Die zweite Welle an Neuinfektionen sorge derzeit für große Unsicherheit, führte der Kommissionsvize aus.

Spanien werde in diesem Jahr mit rund 12,4 Prozent vermutlich das größte Minus verzeichnen. Frankreich und Italien seien ebenfalls unter den Ländern, die die Krise am stärksten getroffen habe. Für Deutschland werde hingegen ein geringerer Einbruch von 5,6 Prozent erwartet.

EU-Kommission geht von sprunghaftem Schuldenanstieg aus

Auch mit einem Anstieg der EU-Arbeitslosenquote sei zu rechnen. Im vergangenen Jahr lag diese bei 6,7 Prozent. 2021 steige sie voraussichtlich auf rund 8,6 Prozent, prognostizierte die EU-Kommission.

Sie gehe außerdem von einer sprunghaften Erhöhung der EU-Verschuldung aus. Grund dafür seien geringere Fiskus-Steuereinnahmen und hohe Sonderausgaben für Corona-Hilfen. 2019 habe das Haushaltsdefizit bei 0,6 Prozent gelegen. 2020 steige es voraussichtlich auf 8,8 Prozent, schätzte die Brüsseler Behörde. (zit)

Die EU-Kommission prognostiziert einen Rückgang der EU-Wirtschaftsleistung um 7,4 Prozent Foto: picture alliance/Sascha Steinach/dpa-Zentralbild

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