Gestapelte Container auf einem Containerfrachter im Waltershofer Hafen in Hamburg Foto: picture alliance/chromorange
Außenhandelsbilanz

Deutschlands Exporte brechen wegen Corona ein

WIESBADEN. Die deutsche Exportbilanz ist aufgrund der Corona-Krise im April stark eingebrochen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, wurden im April Waren im Wert von 75,7 Milliarden Euro in andere Länder ausgeführt.

Damit gingen die Exporte im Vergleich zum März um 24 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonate schrumpften sie sogar um 31,1 Prozent. Laut der Behörde war dies der größte Exportrückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950. Schon im März waren hatten sich die Exporte im Vergleich zum Vormonat um 7,7 Prozent (99,4 Milliarden Euro) verringert.

Vor allem Exporte in EU und USA betroffen

Importiert wurden Waren für 72,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 16,5 Prozent im Vergleich zum März und von 21,6 Prozent im Vergleich zum April 2019. Somit belief sich die Außenhandelsbilanz auf einen Überschuß von 3,5 Milliarden Euro, was der niedrigste Exportüberschuß seit Dezember 2000 war (plus 1,7 Milliarden Euro).

Einbußen waren vor allem bei Exporten in EU-Mitgliedstaaten sowie in die USA zu verbuchen. So sank beispielswiese das Exportvolumen nach Frankreich im Vergleich zum April 2019 um 48,3 Prozent. Nach Italien waren es minus 40,1 Prozent und in die Vereinigten Staaten minus 35,8 Prozent. Dahingegen sanken die Exporte nach China nur um 12,6 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. (krk)

Gestapelte Container auf einem Containerfrachter im Waltershofer Hafen in Hamburg Foto: picture alliance/chromorange

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