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Die Euro-Krise spitzt sich zu Foto: rg

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Berlin lehnt Athens Hilfegesuch ab

Deutschland hat den Antrag Griechenlands auf weitere Finanzhilfe abgelehnt. Das melden mehrere Medien unter Berufung auf Berliner Regierungskreise. Der Deutsche Aktienindex sackte vorübergehend um mehr als 80 Punkte ab.

Die Griechen hatten am Donnerstagvormittag einen Antrag auf Verlängerung der Finanzhilfe bei der Euro-Gruppe gestellt. Griechenland möchte von ihr eine Übergangsfinanzierung bis zum Sommer in Höhe von etwa 18 Milliarden Euro.

„Kein substantieller Lösungsvorschlag“

Die Euro-Länder sind prinzipiell dazu bereit, der Regierung in Athen einmal mehr finanziell auszuhelfen. Jedoch nur, wenn die Griechen eine Verlängerung des Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms um sechs Monat beantragen.

Die Zeit ist knapp, denn am 28. Februar droht das Land zahlungsunfähig zu werden. Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Jäger, sagte laut n-tv über den Antrag: „Der Brief aus Athen ist kein substantieller Lösungsvorschlag.“

Die Finanzmärkte reagierten sofort. Der Deutsche Aktienindex, der um 13.10 Uhr ein Allzeithoch von 11.022 Punkten erreicht hatte, verlor in vier Minuten 86 Punkte. (rg)

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