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Die Schöpfung bewahren

Angela Merkels Papstkritik hat innerhalb der Union zu der Frage geführt, ob sie denn nicht besser ihre eigenen Hausaufgaben machen, sich also um eine am „C“ orientierte Politik bemühen sollte. Beispielhaft nennt der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt die Sozial- und Familienpolitik und weist auf den Lebensschutz und die Bioethik hin. Endlich wieder einmal richtet jemand den Blick auf inhaltliche Fragen, ist man geneigt zu sagen. Hinzuzufügen wäre nur die Bewahrung der Schöpfung und das Verständnis von Tieren als Mitgeschöpfen als ein Anliegen für eine C-Partei. Denn die katholische wie die evangelische Kirche haben in ihren Bibelinterpretationen den Auftrag des Menschen von einem sich die Erde untertan machenden zu einem auf die Bewahrung der Schöpfung bedachten Wesen verschoben. Sieht man einmal davon ab, daß die Kanzlerin viel Symbolpolitik zum Klimaschutz geleistet hat, gewinnt man eher den Eindruck, daß bei ihrer Partei das „G“, also das Geld, im Vordergrund steht. Mal gibt es Geld für die Autoindustrie, dann Geld für die Banken und den Straßenbau. Tier-, Natur- und Umweltschutz sind dabei die größte Nebensache der Welt. Daß hier eine offene Flanke der CDU vorliegt, so schlau ist auch der neue Grünen-Chef Cem Özdemir. Der bläst im Nabu-Magazin Naturschutz heute zum Angriff, vor allem CDU und CSU entschieden sich unter den sogenannten Volksparteien im Zweifel für die Interessen von Lobbygruppen und gegen die Umwelt. Dieser Kritik müssen sich Merkel und die Union erst einmal stellen und Konsequenzen ziehen. Denn so fest im Sattel sitzen die C-Parteien nach der Hessen- und Bayernwahl schließlich auch nicht. Aber das käme schon fast einer christlichen Kulturrevolution gleich.

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