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Mythos Staat

Dem Wald in Nordrhein-Westfalen geht es, wie schon 2007, insgesamt etwas besser“, verkündete Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg vorige Woche bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes 2008. Der Anteil der ungeschädigten Bäume habe sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent verbessert. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume sei um die gleiche Rate zurückgegangen. Der Bestand der schwach geschädigten Bäumen wurde mit 44 Prozent zumindest nicht schlechter. Was ist die Ursache dafür? „Das Jahr 2008 ist gekennzeichnet durch einen für das Waldwachstum günstigen Witterungsverlauf“, so der CDU-Politiker. Vor allem aber: „Der Borkenkäfer hat sich durch das feuchte Wetter nicht groß vermehren können.“ Auch die Wiederbewaldung nach dem Orkan Kyrill Anfang 2007 gehe jetzt in die entscheidende Phase. Und: „Wir bereiten den Wald mit unserem Wiederbewaldungskonzept auf den Klimawandel vor.“ Der Wald in NRW stabilisiert sich also teilweise witterungsbedingt von selbst. Das haben Politiker nicht in der Hand. Wohl aber muß sich etwas ändern, wenn dem Wald Schadstoffeinträge zu schaffen machen, welche die Böden versauern. Mit Lippenbekenntnissen wird das nicht zu leisten sein, doch hier sind die Versprechungen jedes Jahr dieselben — nicht nur in Nordrhein-Westfalen. Mehr politischer Druck auf die Landwirtschaft und das Verkehrswesen ist notwendig, doch der Lkw-Verkehr nimmt im EU-Binnenmarkt seit Jahren zu. Die Weichen werden dort falsch gestellt, wo die Hand des Umweltministers nicht hinreicht. Umweltschutz ist eben eine Querschnittsaufgabe. Auf das gute Wetter allein sollte man sich nicht verlassen, denn das kann sich schließlich ändern.

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