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Mißklänge im Froschkonzert

Wer Meinhard Miegels neu es Buch „Epochenwechsel“ liest, wird den Eindruck haben, es wurde zur Zeit von „Katrina“ geschrieben, dem Hurrikan, der New Orleans versinken ließ. „Alle reden vom Wetter und vom Wechsel der Jahreszeiten. Der Wandel des Klimas beschäftigt hingegen nur wenige“, schreibt der Leiter des Bonner Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG). „Denn während sich die Menschen ständig an Wetter und Jahreszeiten anpassen müssen, werden sie nur selten von einem Klimawandel gefordert. Doch irgendwann kommt er und verändert ihre Lebensbedingungen.“ Hunderttausende sind auf der Flucht, kranke und alten Menschen wissen sich nicht mehr zu helfen. Tiefgreifender kann ein Wandel nicht sein. Das Ausmaß der Katastrophe in den so fortschrittlichen USA hat viele überrascht. Vom Klimawandel wird nun wieder vermehrt gesprochen. Doch selbst wenn man der These folgt, wonach der Mensch das Klima wesentlich verändert, wird man zu dem Ergebnis kommen: Das Klima ändert sich, das läßt sich gar nicht mehr verhindern. Also wird man vor allem Katastrophenschutz betreiben müssen. Das können zusätzliche Dämme sein oder der Ausbau von Katastrophenschutzzentren. Miegels Thema ist nicht der Klimawandel, er ist ihm nur ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man immer nur auf Wettervorhersagen oder auf aktuelle Börsen- und Konjunkturmeldungen starrt. Es geht ihm darum, die Diskussion um das Wirtschaftswachstum wieder zu entfachen. Das hätte man schon vor 30 Jahren haben können, doch der Wetter- oder „Börsenfrosch“ war interessanter. Damit wurden die Diskussionen aber auch immer langweiliger und für Miegel immer fragwürdiger.

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