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Grundnahrungsmittel Fahrrad

Auf der internationalen Fahrradmesse IFMA Cologne haben der Zweiradindustrie-Verband (ZIV) und der Verband des Deutschen Zweiradfachhandels (VDZ) eine rückläufige Nachfrage nach Fahrrädern beklagt. Der diesjährige Umsatz von Industrie und Handel sank bis August um zirka acht Prozent, für das Gesamtjahr wird ein Minus von vier Prozent erwartet. Die Fahrrad-Industrie hofft auf steigende Kauflust, kündigt aber gleichzeitig wegen steigender Kosten höhere Preise an. Manfred Neun vom Zweirad Groß- und Außenhandelsverband (ZGA) fordert daher eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Fahrradverkäufe und -serviceleistungen. Schon jetzt werden Fahrräder länger gefahren und eher zur Reparatur gegeben als neu gekauft. Die durchschnittliche Nutzungsdauer der Fahrräder ist von zirka sieben Jahren auf etwa neun Jahre angestiegen. Bei Neuanschaffungspreisen von durchschnittlich 342 Euro ist das kein Wunder. Zudem lassen sich gerade Kinder und Jugendlich lieber von ihren Eltern fahren, als in die Pedale zu treten. Mit dem Fahrrad ins Büro oder an die Arbeitsstelle zu fahren, gilt für mehr und mehr Berufstätige als würdelos. Insofern unterliegt die Fahrradindustrie einem Trend, der selbst durch den plötzlichen Anstieg der Benzinpreise kaum gebrochen werden dürfte. Die Forderung nach einer Senkung der Mehrwertsteuer auf Fahrradanschaffungen oder -reparaturen ist allerdings unverfroren. Schließlich stellen Fahrräder kein Grundlebensmittel dar. Und nicht alle können radfahren. Dann bitte auch eine Mehrwertsteuerminderung bei Dreirädern, Kinderwagen und Rollstühlen. Verwunderlich an diesem Vorschlag ist nur noch, daß er bisher noch nicht in einem grünen Wahlprogramm erschien.

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