Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel fordert einen sofortigen Wechsel des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland und Neuwahlen: “Mehrheitswahlrecht jetzt einführen!“

“Mit einem Mehrheitswahlrecht hätten wir heute klare Verhältnisse statt der schwersten politischen Krise seit 1949", kritisiert der ehemalige Präsident des BDI, Hans-Olaf Henkel, in einem Interview mit der am Freitag in Berlin erscheinenden Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT. Henkel verlangt als Konsequenz aus der derzeitigen Krise einen Rücktritt Schröders und eine Große Koalition unter Müntefering und Merkel, die “umfangreiche Reformen" durchführen müsse, “inklusive einer Wahlrechtsreform". “In zwei Jahren", so Henkel, “können Neuwahlen stattfinden, um dann mit dem neuen System zu starten."

Heftige Kritik übt Henkel außerdem an den etablierten Parteien: “Das Volk will Reformen, das Volk will Regierbarkeit. Das Volk ist nicht das Problem. Das Problem sind die Parteien, die die Reformen für unser Land verhindern, weil diese sie ein Stück ihrer Macht kosten würden."

Strikt wendet er sich gegen eine Ablösung Angela Merkels als Kanzlerkandidatin der CDU/CSU, sie habe “mehr Mut bewiesen als alle anderen Politiker der Union". Dennoch äußert auch er Kritik an ihrem Kurs, auch ihm sei ihr Reform-Programm “noch viel zu zaghaft", so Henkel.

Hans-Olaf Henkel war von 1995 bis 2000 Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie.

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin

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