Feinstaub ist überall

Die Diskussion um Feinstaub ist voll entbrannt. Die sogenannte Schwebstaubkomponente PM10 macht im Mittel 80 Prozent der Masse des Gesamtstaubs aus (JF 02/05). PM10 entsteht meist bei Verbrennungsprozessen aus stationären und mobilen Quellen, bei Industrieprozessen wie der Zementherstellung sowie bei der Behandlung und beim Transport staubender Güter. PM10 wird aber auch aus Gasen (Stick- und Schwefeloxiden, Ammoniak) gebildet und hat natürliche Quellen. Die Gefahr bei Staubteilchen mit einem Durchmesser von weniger als zehn Mikrometer besteht darin, daß sie toxische Luftschadstoffe absorbieren und als Aerosole in tiefere Lungenbereiche transportieren. Laut Schätzungen sterben daran europaweit 60.000 Menschen pro Jahr. Jetzt sollen daher auch die längst überfälligen Rußpartikelfilter für alle Dieselfahrzeuge in Serie gehen, um wenigstens eine Staubquelle zu verstopfen. Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, daß es hierbei auch um eine Menge Geld geht – sonst würde die Industrie nicht so viel Lärm machen. Aber was ist mit all den anderen Arbeitern, die im Partikelstaub stehen? In der Landwirtschaft, im Sägewerk, auf der Baustelle? Kommt als nächstes die gefilterte Fabrik? Es würde sich angesichts der Feinstaubhysterie lohnen, eine Ökobilanz über die Umweltbelastung zu erstellen, die von der millionenfachen Herstellung und Nachrüstung der Rußfilter verursacht wird. Aber da sich damit keine Arbeitsplätze schaffen lassen (und auch keine Gewinne abfallen), gehört auch diese Schrift in die Schublade der nie geschriebenen. In Brüssel wird derweil an der nächsten Verordnung gebastelt, die unser Leben glücklicher machen soll. Zweifel kommen auf.

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