Tödlicher Ökofanatismus

Etwa 14 Millionen Euro hat die Bundesregierung allein in den letzten drei Jahren zur Erforschung von Sicherheitsrisiken durch gentechnisch veredelte Pflanzen investiert. Die Ergebnisse der verschiedenen Studien finden allerdings kaum das politische Interesse der rot-grünen Umweltideologen. Dabei sind die Erkenntnisse meist sehr erfreulich, selbst aus strengster umweltschonender Sicht. Beispielsweise reicht für die Abschottung von Rapsfeldern mit gentechnisch veredelten und unveredelten Pflanzen ein Sicherheitsabstand von 30 Metern. Die Bundesregierung beharrt jedoch auf ihrer gesetzlichen Vorgabe eines 500 Meter breiten Trennstreifens. Daß mit solchen wissenschaftlich nicht fundierten Willkürgesetzen der wirtschaftlich sinnvolle Anbau von Raps verhindert werden soll, ist ein offenes Geheimnis. Schlimmeres gilt für den Anbau von schädlingsresistentem Mais. Er wird blockiert, obwohl damit verhindert werden kann, daß krebserregende Pilzsporen den Mais befallen. Der grüne Geifer gegen alles Genveränderte nimmt damit indirekt eine größere Zahl von Krebstoten billigend in Kauf. Geradezu kriminell sind die Auswirkungen der Verhinderung eines Anbaus des sogenannten Goldenen Reis. Diese genveredelte Reissorte ist nicht nur schadstoffresistent, sondern auch noch mit Beta-Karotin angereichert, das für Kinder, Schwangere und stillende Mütter in den ostasiatischen Staaten lebensrettend sein kann. Von der Umweltorganisation Greenpeace wird der Anbau jedoch militant bekämpft. Nach Berechnungen des Zentrums für Entwicklungsforschung in Bonn könnte mit diesem Reis allein auf den Philippinen jährlich mehr als 130 Kindern das Leben gerettet werden. Doch das ist den fanatischen Ökos egal.

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