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Selbstmord mit Zucker und Fett

Ob das Fast Food der US-Schnellrestaurants gesund ist, darüber kann man streiten. Die Befürworter loben die angeblich ausgewogenen Zutaten, die Vitamine, das gesunde Rindfleisch und das geröstete Weizenbrötchen. Kritiker warnen vor Killer-Fraß: voller Zucker und Fett, kaum Ballaststoffe. Mörderische Ingredienzien, die die Arterien verstopfen, Herz und Leber schädigen. Dieser Streit, der nicht selten vor den Gerichten geklärt wird, führt zu nichts, dachte sich der US-Filmer Morgan Spurlock und startete einen Selbstversuch. Dreißig Tage lang wollte sich der körperlich topfite Mittdreißiger nur von den Speisen ernähren, die man bei McDonald’s bekommt. Drei Ärzte, eine Ernährungsberaterin und eine vegetarische Köchin überwachten die Veränderungen des Probanden, der sich das kalorienreiche Programm auferlegt hatte: Dreimal täglich mußte er bei McDonald’s essen. Alle Produkte der Fast-Food-Kette mußten im Laufe der vier Wochen mindestens einmal vertilgt werden. Die Frage des Personals, ob er seine Portion zwei Nummern größer haben will – super-sized also -, mußte er stets bejahen. Zusätzlich vermied Spurlock – entsprechend der Lebensweise der Masse seiner Landsleute – jede überflüssige Bewegung. Die Folgen waren katastrophal. Spurlock nahm rapide zu, sein Cholesterinwert schnellte um 65 Punkte in die Höhe, die Leberwerte wurden bedenklich. Gleichzeitig wurde er lethargisch, abgespannt und impotent. Nach drei Wochen riet ihm sein Internist, das Experiment sofort abzubrechen, um bleibende Schäden zu vermeiden Nach dreißig Tagen hatte er zwölf Kilo zugelegt. Im Kino war die Dokumentation „Super Size Me“ ein voller Erfolg – aber ob sie was verändert hat, darf man bezweifeln.

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