Nicht analytisch zu erfassen

Ein gängiges Vorurteil bei den Bio-Muffeln besteht darin, daß sie den qualitativen Unterschied zwischen ökologischen und konventionellen Lebensmitteln bezweifeln. Darin werden sie auch von den Werbeprofis der Lebensmittelkonzerne unterstützt. Beste – weil geprüfte – Qualität fände sich demnach auch in der holländischen Gurke und im dänischen Käse. Alle weiteren Unterschiede seien abhängig von der Verpackung und dem Wohlfühleffekt im heimeligen Bio-Laden. In der Tat erscheint es unmöglich, die Vitalität eines Lebensmittels – und damit seine besondere Beschaffenheit – chemisch-physikalisch zu ermitteln. Denn Vitamine sind Vitamine, ihre chemische Struktur ist „anbauunabhängig“. Oder doch nicht? Der älteste Bioverband von Deutschland, Demeter, forscht seit über 50 Jahren nach den wissenschaftlichen Unterschieden von Lebensmitteln. Dazu wurde das Institut für Biologisch-Dynamische Forschung (IBDF) gegründet, das sich auch mit Anbauversuchen und Saatgutzüchtung beschäftigt. Dem IBDF gelang es schon vor Jahren, durch sogenannte Kristallisationsbilder sichtbare Unterschiede zwischen konventioneller und Demeter-Nahrung aufzuzeigen. Während sich bei konventioneller Ware eindeutig deformierte Strukturen zeigen, ist das Bio-Molekül intakt. Für eingefleischte Bio-Gegner beweisen solche Bilder natürlich gar nichts, sie sind für sie allenfalls ästhetische Argumente von esoterischen Spinnern. Aber wer einmal begriffen hat, daß Ganzheit, Gesundheit und Wahrheit auch etwas mit Schönheit zu tun hat, für den sagen die Kristallisationsbilder mehr als tausend Worte. Das Leben läßt sich nicht analytisch erfassen, es zeigt sich immer als Symbol.

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