Streß, laß nach

Hier noch eine Info, da noch eine Info. 176 Infos, genauer gesagt 176 Elektropost-Nachrichten, sogenannte E-Mails, bekommt ein deutscher Angestellter durchschnittlich an einem Tag zugesandt. Wer das alles lesen soll? Diese Frage stellten sich auch Wissenschaftler in einer internationalen Studie im Auftrag des US-Büroartikel- und Software-Konzerns Pitney Bowes. Wie die Zeitschrift Natur & Heilen in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf die evangelische Nachrichtenagentur idea mitteilt, führt die Flut von E-Post-Sendungen zu Streß bei den Angestellten. Immer weniger Texte würden noch gelesen; Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, werde immer schwerer. Daher empfiehlt die Studie, die Elektropost vor allem zur Weiterleitung von Texten zu nutzen, die noch bearbeitet werden sollen. Ein Fall für die Löschtaste werden vor allem Elektropost-Nachrichten, die allein zur Kenntnisnahme verschickt werden. Das Faxgerät dagegen sei ideal für Briefe, Pressemitteilungen, gedruckte oder kommentierte Dokumente. Dieses Ergebnis bestätigt auch Untersuchungen, wonach die größte Aufmerksamkeit durch ein Fax erreicht werde. Was wirklich wichtig ist, muß also so wichtig sein, es eigens auszudrucken und zu faxen. Sonst geht die Nachricht unter. Positiver Effekt: Weil ausdrucken und faxen weniger bequem ist, als schnell die Post per Knopfdruck loszuschicken, wird vieles gar nicht erst verschickt, und die Nachrichtenflut wird eingedämmt. Also, weniger ist mehr. Weniger E-Post-Sendungen finden mehr Aufmerksamkeit und bedeuten weniger Streß für die menschliche Umwelt des Absenders. Was wirklich wichtig ist, kommt per Fax am besten an. Eine streßfreie Zeit wünscht Volker Kempf

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