Kalamitäten

So erholsam der Urlaub auch gewesen sein mag, die ersten ein, zwei Tage wieder in der Redaktion sind meist der reinste Horror. Und weil man aus den Erfahrungen der Vorjahre bereits weiß, was einen erwartet, sitzt der eine oder andere Urlaubsrückkehrer auch lieber ein halbes Stündchen vor dem eigentlichen Dienstbeginn am Schreibtisch. Dort stapeln sich unheildrohend – erste Kalamität – Berge von Post, die erst erklommen und dann abgetragen werden wollen. Allein das dauert schon eine gefühlte Ewigkeit. Zwischendurch fährt man seinen Rechner hoch, öffnet den elektronischen Briefkasten und riskiert einen bangen Blick auf – zweite Kalamität – Hunderte von Nachrichten. Der diesjährige Spitzenreiter meldet knapp 900 Mitteilungen, gefolgt von Kollegen mit annähernd 500 bzw. 300 Mitteilungen. Davon sind zwar die allermeisten Werbemüll, der vom Spamfilter nicht aussortiert wurde, trotzdem müssen alle durchgesehen werden. Schließlich kann sich ja eine wichtige Anfrage, ein überraschendes Manuskriptangebot oder eine sonstige Perle darunter verbergen. Das nun dauert sogar länger als eine gefühlte Ewigkeit – und ist zudem supernervig. Immerhin: Aufheiterung bieten die ersten Kollegengespräche nach dem Motto „Mein schönstes/aufregendstes/skurrilstes Ferienerlebnis“. Aber das ist ein anderes Thema.

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